Stolberg: Kupferstädter Weihnachtstage: Festlich und mit viel Stolberger Charme

Stolberg: Kupferstädter Weihnachtstage: Festlich und mit viel Stolberger Charme

Adventliches Ambiente trifft auf historisches Flair — die Kupferstädter Weihnachtstage haben begonnen, und als die „Bläserfreunde Zweifall“ mit der Sängerin Sylvia Schell klassische Weihnachtslieder stimmungsvoll präsentieren sind es nur noch wenige Minuten bis zur offiziellen Eröffnung durch Bürgermeister Tim Grüttemeier.

Der Moment, auf den der „städtische Weihnachtsplaner“ Jürgen Gerres ein halbes Jahr lang hingearbeitet hat. Gerres ist entspannt, denn „alles ist auf den Punkt fertig geworden“. Er betont, dass die Kupferstädter Weihnachtstage anders seien als große und eher unpersönliche Weihnachtsmärkte, die hauptsächlich aus Imbissbuden und Glühweinständen bestehen. „Stolberg bietet ein tolles Programm ohne Eintritt, und die Weihnachtstage werden immer attraktiver für Kinder.“

Die Burg bietet historisches Flair für die Weihnachtsmärkte und zahlreiche Aktionen auf dem unteren Burghof. Foto: D. Müller

Erste Vorboten sind bereits zu sehen, in Form von Kinderanimation zwischen den Burghöfen, Elfen, dem Weihnachtsmann oder dem großen Weihnachtshaus der City Starlights. Aktionen wie die lebende Krippe, Märchen auf dem unteren Burghof, der Kupferstädter Weihnachtslauf oder die große Ausstellung „Der Vichtbach - die Lebensader Stolbergs“, seien vor allem dem ehrenamtlichen Engagement von Stolberger Bürgern zu verdanken, würdigt Grüttemeier bei seiner erfrischend kurzen Eröffnungsansprache.

Weihnachtsmann, Elfen und zahlreiche Programmpunkte für Kinder werden geboten. Foto: D. Müller

Gerres hebt hervor, dass „die Kupferstädter Weihnachtstage ihren besonderen und ganz eigenen Charme haben“. Davon können die Besucher sich bereits am ersten Abend überzeugen, denn mit Einbruch der Dunkelheit erstrahlt die Altstadt in festlichem Glanze und die „Nebenschauplätze“ entfalten echten Stolberger Reiz. Zum Beispiel am gemütlichen Budendorf auf dem Alter Markt: Gleich nebenan lockt der Kunsthandwerkerhof, und Kulinarisches und Kunstvolles hebt sich im alten Kupferhof Rose wohltuend von Kommerz und Kitsch der Weihnachtsmärkte in anderen Städten ab.

An den Kupferstädter Weihnachtstagen überzeugt die Burg auch mit „inneren Werten“ und lädt zum „Indoor-Weihnachtsmarkt“ im Rittersaal ein, der feines Kunsthandwerk bietet. Foto: D. Müller

Gleiches gilt für das Museum in der Torburg mit den Präsentationen traditionellen Handwerks und der einladenden Kaffeestube. Der Weihnachtsmarkt an der Burg verfügt über einen „Indoor“-Bereich im Rittersaal, und der obere Burghof ist in diesem Jahr um eine neue Attraktion reicher: „Burgherrin“ Monika Lück hat rund um den „Hexenturm“ Pavillons errichtet. Dort können Gäste der Burggastronomie rustikal draußen dinieren und ihre Speisen an offener Flamme des „Tischfeuers“ selbst zubereiten.

Das gemütliche Budendorf am Alter Markt ist ein beliebter Anziehungspunkt in der Stolberger Altstadt. Foto: D. Müller

Insgesamt seien rund 40 Aussteller bei den Kupferstädter Weihnachtstagen vertreten, und auch der täglich geöffnete Weihnachtstreff auf dem Kaiserplatz sei gewachsen. „Dort gibt es zwei Buden mehr, und die Fensteröffnungen am größten Adventskalender der Region werden jetzt alle von den City Starlights begleitet. Eine kleine Überraschung kommt auch noch“, erklärt Gerres, der betont, dass der Treff aber nicht den Anspruch eines Weihnachtsmarktes habe. „Die Weihnachtsmärkte sind samstags und sonntags von 12 bis 20 Uhr in der Altstadt. Der Weihnachtstreff auf dem Kaiserplatz ist ein tägliches Angebot.“

Dort könne man die Weihnachtseinkäufe ergänzen und sich etwa in der Mittagspause oder nach Feierabend zu leckeren Speisen oder einem heißen Getränk treffen. „Dank der Brötchentaste können Besucher, die zum Beispiel nur schnell Essen holen oder einen heißen Kakao trinken möchten, dort kostenlos parken“, beschreibt Gerres einen weiteren „Stolberger Pluspunkt“. Im Geschehen der Kupferstädter Weihnachtstage werde der Weihnachtstreff auf dem Kaiserplatz zudem noch ein ums andere Mal in den Fokus gerückt, etwa wenn am kommenden Samstag die Krippenausstellung im alten Rathaus beginnt.