Bereits zum zehnten Mal: Kupferstädter Weihnachtslauf feiert Jubiläum

Bereits zum zehnten Mal : Kupferstädter Weihnachtslauf feiert Jubiläum

In der Weihnachtszeit rückt bekanntlich alles näher zusammen. Man besinnt sich auf die wichtigen Dinge im Leben und versucht mehr als sonst, Gutes für andere zu tun. In diesem Rahmen findet seit zehn Jahren der Kupferstädter Weihnachtslauf statt, der am 1. Dezember in der Stolberger Altstadt über die Bühne geht. Peter Borsdorff ist wieder mit Spendenbüchse und Mikro dabei.

„Wir können es selbst kaum glauben“, erzählt Brigitte Radermacher, Vorsitzende des Allgemeinen Turnvereins Stolberg-Atsch (ATV). Vor zehn Jahren habe niemand damit gerechnet, dass der Lauf irgendwann zu einer solchen Tradition werden würde.

Angefangen hat es damals allerdings gar nicht in der Weihnachtszeit, sondern im Frühjahr. „Ursprünglich war es ein Lauf gegen Rechts“, erinnert sich Radermacher. Stadt und Bürger hatten mit dem ATV gemeinsam innerhalb einer großen Aktion den Lauf organisiert. Damals erliefen die Teilnehmer mit jeder Runde ein Blättchen für den „Baum der Toleranz“, der immer noch im Innenhof des Rathauses zu finden ist.

Nach dem Erfolg dieses Laufes hat man sich dazu entschlossen, den Lauf fortzuführen. Statt für Blätter liefen die Sportler fortan für einen anderen guten Zweck. Seit drei Jahren ist auch Peter Borsdorff mit von der Partie, der mit seiner Aktion „Running for Kids“ vor etwa zwei Wochen die Zwei-Millionen-Marke geknackt hat. Das Startgeld der Läufer kommt vollständig seiner Organisation zugute.

Borsdorff übernimmt nun im dritten Jahr die Moderation des Laufes. Dabei geht es ihm vor allem um eins: „Es soll allen Spaß machen, meistens gucke ich in lachende Gesichter!“

Tim Grüttemeier, Brigitte Radermacher, Heidi Hagen, Peter Borsdorff und Hildegard Nießen (von links) an dem Baum, mit dem vor zehn Jahren alles begann. Foto: Caroline Niehus

Das mag vor allem an seiner Art der Moderation liegen, aber auch daran, dass der Langstreckenläufer sich sehr gut in die Lage der Teilnehmer versetzen kann. „Ich kenne ja den inneren Schweinehund, da versuche ich durch meine Moderation noch mehr zu motivieren“, so Borsdorff. Bürgermeister Tim Grüttemeier jedenfalls findet, dass mit dem Moderator „ein würdiger Rahmen für den zehnten Weihnachtslauf gefunden wurde“.

Jeder kann Preise gewinnen

Dem ATV ist besonders wichtig zu betonen, dass der Weihnachtslauf ein Event für Jedermann ist. „Es geht zwar um die Anzahl der Runden, aber nicht um die meiste Strecke oder die schnellste Zeit“, erklärt Radermacher. Pro Anmeldung erhalten die Teilnehmer ein Los, für jede dritte Runde kommt ein weiteres dazu. Diese Lose werden alle in einen Topf geworfen, aus dem die Preise ausgelost werden. Das bedeutet laut Radermacher: „Selbst die Oma, die eine Runde walkt, kann den Hauptpreis gewinnen.“

Die Runde ist 1,5 Kilometer lang und führt durch die Stolberger Altstadt. Jeder kann in seinem Tempo laufen oder auch gehen, auch Pausen sind möglich. „Bei uns ist alles erlaubt!“, sagt Radermacher. Ein weiterer Ansporn ist der Wanderpokal, der an die Mannschaft mit den meisten Läufern überreicht wird.

Hildegard Nießen, Ehrenamtsbeauftragte der Stadt, sieht in dem Laufevent vor allem auch eine große ehrenamtliche Leistung. „Ehrenamt macht etwas mit den Menschen“, weiß Nießen. Deshalb findet sie es besonders toll, dass der Lauf für den guten Zweck nun schon im zehnten Jahr auf die Beine gestellt wird. Auch Borsdorff ist selbstverständlich ehrenamtlich vor Ort.

Im Vorfeld hat er außerdem angekündigt, aus seinem Spendentopf unabhängig vom Startgeld 750 Euro zu spenden, die die Verantwortlichen des ATV an eine Organisation ihrer Wahl übergeben dürfen.

Informationen und Anmeldung im Internet unter der Adresse: www.atv-atsch.de

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