Treffen von Bundesverdienstkreuzträgern: Kupferstadt Stolberg: „Mittelstand ist das Korsett der Wirtschaft“

Treffen von Bundesverdienstkreuzträgern : Kupferstadt Stolberg: „Mittelstand ist das Korsett der Wirtschaft“

Michael Wirtz, seine Familie und seine Vorfahren — sie alle haben sich längst in die Geschichte der Kupferstadt Stolberg eingeschrieben. Auch die Menschen, die der Industrielle und seine Ehefrau Michaela jüngst in ihrem Kupferhof Grünenthal am Fuße der Steinfeldstraße empfangen und gastlich bewirtet wurden, haben das auf ihre Weise getan.

Sie sind Träger des Bundesverdienstkreuzes oder des Rheinlandtalers. Zusammen mit dem prominenten Ehepaar verbrachten die verdienten Bürger mit ihren Gastgebern zwei unbeschwerte Stunden bei Kaffee und Kuchen.

Schon beim Empfang im Erdgeschoss brachte den ausgezeichneten Stolbergern der Hausherr seinen Zuhörern nicht ohne augenzwinkernden Humor die Historie das bedeutenden Gebäudes nahe — was der Ehrenamtsbeauftragten Hildegard Nießen unverblümte Bewunderung entlockte: „Das ist wunderbar, dass ein Global Player mit beiden Füßen fest auf dem Stolberger Boden steht.“

Nicht minder begeistert äußerte sich Rudi Dreuw, der kürzlich für sein Engagement in der Vichter Pfarre den Rheinlandtaler erhalten hat: „Sie haben das so anschaulich dargestellt, weil das in Ihrem Herzen ist.“ Ein Bekenntnis, ein ganz anderes und Selbstbewusstes, stellte Michael Wirtz unumwunden in seinem Referat heraus und fand dabei Parallelen zwischen dem menschlichen Körper und dem organischen Aufbau der Wirtschaft: „Der Mittelstand ist das Korsett der deutschen Wirtschaft.“

Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier nahm bei seiner Rede nicht nur den Kupferhof und seine Bewohner, sondern auch seine anderen Zuhörer in den Fokus. Die Orden, die den Menschen im Großen Saal des Hauses an anderer Stätte verliehen worden seien, seien „ein kleines Dankeschön der Gesellschaft“. Noch mehr: „Menschen wie Sie sind es, die unserer Stadt Gestalt geben.“ Der Rathaus-Chef wurde noch deutlicher und rief aus: „Stolberg ist stolz auf Sie!“

Zugleich machte das Beisammensein der Ordensträger, das dem Erfahrungsaustausch unter ihnen und mit Mitarbeitern der Verwaltung — auch die beiden Beigeordneten Robert Voigtsberger und Tobias Röhm waren anwesend — dienen sollte, das Verbindende zwischen Gästen und Gastgebern deutlich: Das Engagement für die Stadt und was in ihr lebt, ist das, was sie eint.

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