Kupferstadt setzt weiterhin Totalherbizid ein

Grüne fordern grundsätzlichen Verzicht : Glyphosat noch immer im Einsatz

Noch immer wird von der Stolberger Stadtverwaltung Glyphosat  eingesetzt. Das geht aus einer Anfrage der Grünen hervor. Sie fordern nun in einem Antrag, der morgen im Hauptausschuss beraten wird, den gänzlichen Verzicht auf dieses „Totalherbizid“.

Es tötet jede Pflanze, die nicht gentechnisch so verändert wurde, dass sie den Herbizideinsatz überlebt, berichtet der Bund Umwelt und Naturschutz Deutschland.

Das Stolberger Betriebsamt nutze Glyphosat in geringem Umfang zur Bekämpfung von Neophyten (nicht heimische Pflanzenarten). Dazu sei das Herbizid nicht zwingend erforderlich, konstatieren die Grünen. Erst vor wenigen Wochen hatte die Biologische Station der Städteregion die nachhaltige Behandlung von Neophyten wie den Japanischen Schlingknöterich im Rahmen eines „Life-Projektes“ der EU mit heißem Wasser vorgestellt.

Glyphosat, so die Grünen weiter, werde mit Erkrankungen von Menschen und Tieren sowie Bienensterben in Verbindung gebracht. Eigentlich dürfte dieses Herbizid selbst in geringen Mengen nicht in Stolberg eingesetzt werden.

Bereits in den 1980er Jahren hatten sich die Grünen erfolgreich im Stadtrat für einen grundsätzlichen Verzicht von Herbiziden stark gemacht. Seinerzeit „behandelte“ die Stadtverwaltung großflächig Straßen, Bürgersteige und Wegeränder mit Unkrautvernichtungsmitteln.

(-jül-)
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