Stolberg: Kunst trifft moderne Wohnkultur

Stolberg: Kunst trifft moderne Wohnkultur

Wenn den Besuchern von „Haus Patio” im Steinweg Bären, Elefanten, lebensgroße Luchse und heulende Wölfe begegnen, dann hängt dies mit der Kunstausstellung zusammen, die auf moderne Wohnkultur trifft. Rund 40 Arbeiten der „Moving Art” des Monschauer Malers, Mediziners und Sportbiologen Hajo Peters zeigt die Steinweg-Galerie dort bis zum Herbst.

Peters Malerei ist realistisch, ausdrucksstark und dynamisch, die Motive aus dem Tierreich stellt er teils in Ruhe, meist aber in kraftvoller Bewegung dar und betont dezent aber deutlich die Harmonie, Energie und Ästhetik der natürlichen Bewegungsabläufe. Vereinzelt bringt Peters leuchtende Farben zum Einsatz oder „vergoldet” zunächst die Leinwand, bevor er das eigentliche Bild zu malen beginnt.

Am Sonntagabend trafen sich im „Upper Art Level” von Haus Patio nicht nur Kunstfreunde, um die Werke von Hajo Peters zu betrachten, sondern auch viele der Aktiven der zweiten „Art Tour de Stolberg”, die kurz zuvor zu Ende gegangen war. So gab es reichlich Gelegenheit, sich auszutauschen und die Kupferstädter Kunstausfahrt Revue passieren zu lassen. „In der Steinweg-Galerie haben wir bei 150 Gästen aufgehört zu zählen”, freute sich Mit-Organisatorin Christa Oedekoven über das Interesse an der Ausstellung „4 of a kind” der Künstlerinnen Ria Peerboom. Uschi Zantis, Gabriele Plaß und Elfi Sautot. „Viele Besucher kamen zum Beispiel aus Aachen, Baesweiler oder Geilenkirchen, also aus der gesamten Städteregion und darüber hinaus. Manche berichteten auch davon, wie gut es ihnen auf den anderen Stationen der Art Tour gefallen hat, oder wo sie als nächstes hin wollten.” Das Konzept der Tour sah auch Ludwig Pitz bestätigt, der einen der vier Breiniger Kunst(h)orte geöffnet hatte: „Ich war nicht zehn Minuten alleine in der Galerie, und viele der Gäste waren für mich neue Gesichter. Die Art Tour ist schon bei ihrer zweiten Auflage etabliert”, resümiert Pitz, der unter anderem Werke des Sängers und Malers Udo Lindenberg präsentiert hatte. Erst mit gut einer Stunde „Verspätung” traf Karin Lynen im „Haus Patio” ein.

Positiver Trend

In ihrem Atelier in der Ritzefeldstraße waren die letzten Gäste gerade erst gegangen, und auch Lynen betonte den positiven Trend, der in der zweiten Kunstausfahrt bemerkbar gewesen sei: „Nach der gelungen Premiere im letzten Jahr waren diesmal noch mehr Menschen in ganz Stolberg unterwegs. Dass so viele zu den Kunst-Stationen gekommen sind, zeigt: Die Art Tour ist bei den Menschen angekommen.”

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