Stolberg: „Künstler aus der Region”: Vielfalt in Form und Material

Stolberg: „Künstler aus der Region”: Vielfalt in Form und Material

Die Gruppenausstellung in Skulpturengarten und Atelierhaus am Hammerberg geht weiter - und das aus gutem Grund. Fast schon traditionell ergänzt Birgit Engelen die vielen Attraktionen der Stadtparty mit Kupfermeistertreffen und der Internationalen Deutschen Schmiedemeisterschaft mit der Reihe „Künstler aus der Region”.

In Atelier und Garten am Hammerberg bringen noch bis Sonntag, 16. September, vier Künstler unterschiedliche Disziplinen, Werkstoffe und Stile in einer ansprechenden Schau zusammen.

Und zwar auch im Zeichen des Amboss, denn einer der Aussteller „schmiedet das Eisen, so lange es heiß ist”: Peter Henn zeigt seine imposanten Plastiken. Der Metallbauhandwerksmeister bedient sich der bereits bestehenden Formsprache von Vierkant- und Rundrohren oder T-Trägern, nimmt sie gekonnt auf, um dem eisernen Material künstlerisch-kreativ andere Dimensionen zu geben und ihm neue Ausdrucksformen zu entlocken.

Seine abstrakten Werke, die oft Symbolcharakter aufweisen, sind stabil bis filigran und wollen ausgiebig betrachtet und auch angefasst werden: Einige der Exponate sind „in Bewegung”.

Henns große Objekte befinden sich am Hammerberg in bester Gesellschaft, da Peter Taubert bei „Künstler aus der Region” vertreten ist. Der diplomierte Keramikdesigner schafft von der Natur inspirierte Skulpturen, eindrucksvolle Stelen, Licht- und Wandobjekte sowie Schalen.

Tauberts Exponate sind kraftvoll, auf das Wesentliche reduziert und ziehen die Blicke nicht nur wegen des Spiels mit geometrischen Formen auf sich. Baukeramisch hergestellt weisen sie eine gekratzte eisenrote Oberfläche auf, sind stets mit einer geschwärzten Patina versehen, deren Zufälligkeit durchaus beabsichtigt ist.

Aus dem Schaffen der Gastgeberin Birgit Engelen sind botanische Objekte von hoher Authentizität zu sehen, die teils nachdenklich stimmen, teils amüsieren. Im Atelierhaus gewährt die Künstlerin Einblicke in den Wald, reichert dabei die organischen Formen und das faszinierende Lichtspiel ihrer frischen Bilder mit einer Prise Pop Art an.

Damit korrespondieren die Landschaftsbilder von Gerda Zuleger-Mertens, die die Ausstellung in der Reihe „Künstler aus der Region” komplettiert. Ihre Malerei ist sinnig und sinnlich zugleich, löst durch beeindruckende Farbgebung Stimmungen aus, öffnet atmosphärische Räume. Sowohl die mystisch wirkenden Wald- und Sumpflandschaften, als auch Zuleger-Mertens abstrakte Werke, die am Hammerberg gezeigt werden, überzeugen durch ihre Ausdrucksstärke.

Die Gruppenausstellung in der Reihe „Künstler aus der Region” ist noch bis Sonntag, 16. September, in Atelierhaus und Skulpturengarten, Hammerberg 13, zu sehen. Öffnungszeiten: samstags und sonntags 13 bis 18 Uhr oder auf Anfrage. Kontakt: Birgit Engelen, Telefon 4904.

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