Stolberg: „Komo“ ist jetzt auch in Stolberg vertreten

Stolberg : „Komo“ ist jetzt auch in Stolberg vertreten

Der Verein „Komo“ unterstützt seit zehn Jahren chronisch psychisch- und suchtkranke Menschen in der Städteregion Aachen bei ihrer Alltagsbewältigung.

Ein auf diese Personengruppe spezialisiertes Hilfeangebot im Rahmen des ambulant betreuten Wohnens gab es bisher in Stolberg nicht. Nun hat der Verein eine Außenstelle in der Rathausstraße 74 eröffnet, um vor Ort besser erreichbar zu sein. Das Hilfeangebot richtet sich an Erwachsene, die dauerhaft Unterstützung in den Bereichen selbstständiges Wohnen, Behördenangelegenheiten, Tagesstruktur, soziale Beziehungen und medizinische Versorgung benötigen und die motiviert sind, an einer Verbesserung ihrer Lebensumstände aktiv mitzuwirken.

Formen der Unterstützung können sein: Hausbesuche, Begleitung bei schwierigen oder angstbesetzten Terminen, Beratung, Gruppenangebote oder auch die Vermittlung in weiterführende Hilfen. „Ziel ist es immer, dem chronisch kranken Menschen ein möglichst selbstständiges und eigenverantwortliches Leben im eigenen Wohnraum und innerhalb der Gemeinschaft zu ermöglichen“, sagt Eva Offermann.

Vielen psychisch- und suchtkranken Menschen gelingt laut Offermann mit der Unterstützung des Vereins eine wesentliche Verbesserung ihrer Gesamtsituation. „Zuvor lebten sie oftmals isoliert, strukturlos in den Tag, die medizinische Versorgung war nicht gewährleistet, es gab erheblichen Stress mit Ämtern und Behörden. Kontakte gab es — wenn überhaupt — nur innerhalb subkultureller Milieus“, berichtet die Sozialpädagogin. „Durch Unterstützung in der Haushaltsführung und Einüben üblicher Regeln innerhalb einer Hausgemeinschaft kann oftmals der eigene Wohnraum erhalten werden.“

Auf dieser Basis können dann weitere Schritte in Richtung einer gesellschaftlichen Teilhabe entwickelt werden „Mit der Zeit entwickeln die von uns betreuten Menschen oftmals das Gefühl einer gesellschaftlichen Zugehörigkeit, das sie lange Jahre vermisst haben“, stellt Geschäftsführerin Sabine Janitzek fest.

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