Stolberg: Kleine Gospelsänger bleiben beim ersten Workshop unter sich

Stolberg: Kleine Gospelsänger bleiben beim ersten Workshop unter sich

Freitagnachmittag im Theatersaal des Kulturzentrums Frankental. Fünf kleine Mädchen proben ihren Auftritt in Gesang und Tanz. Der Saal ist leer, eigentlich hätte die Veranstaltung schon anfangen müssen.

Unter dem etwas sperrigen Titel „Dreitägiges Wiedererweckungs- und Gospelkonzert“ hatte Rosamond Stallmann, Mitglied der freikirchlichen Pfingstgemeinde, zu einer Musikveranstaltung zum Mitsingen eingeladen. Doch die Veranstalter bleiben unter sich.

Ob es der religiöse Aspekt war, der die Stolberger vom Besuch des Theatersaals abgehalten hat? „Unser Glaubensbekenntnis ähnelt dem der Evangelischen Kirche“, sagt Rosamond Stallmann. Die Form des Gottesdienstes sei jedoch anders, denn es werde zuerst eine Stunde lang gemeinsam gesungen. „Wir sind keine Sekte“, betont Stallmann. Bibeltexte stünden im Mittelpunkt des Glaubensbekenntnisses. Die Gemeinschaft nenne sich Pfingstbewegung oder auch Heilig-Geist-Bewegung.

So mussten die Mädchen alleine auf der Bühne tanzen und singen. Den Tanz und die Gospel-Lieder, bei denen sie sich selbst auf der Gitarre begleiteten, wollten sie dem Publikum zeigen. Außerdem sollte am Samstag eine Band aus Belgien spielen, der die Organisatorin aus Mangel an Zuhörern jedoch wieder absagte. Die aus Düren angereiste Pastorin Jenny Ofunim hielt wie geplant eine Predigt.

Immerhin hatten sich an diesem Tag acht Personen eingefunden. Ein bisschen wurde gesungen und Gitarre gespielt, und gegen Abend gab es afrikanisches Essen. „In der Osterzeit kommen die Menschen zur Besinnung“, erklärte die Tochter der Veranstalterin, Wilfriede Stallmann. Deshalb wollten sie und ihre Mutter alle Stolberger einladen. „Wir wollten, dass Jugendliche zusammenkommen, um gemeinsam zu singen und Musik zu machen. Schade, dass die Stolberger nicht gekommen sind.“

Rosamond Stallmann, die aus Sierra Leone stammt, möchte die Gospelveranstaltung Ende Mai nochmals im Kulturzentrum anbieten. Außerdem hat sie vor, einen Kinderchor zu gründen. „Kinder brauchen Begeisterung“, meint sie. Zu diesem Zweck sucht sie einen kleinen Übungsraum. Der könnte in einer Schule, bei einer Kirche oder einem Jugendheim sein. Wer Rosamond Stallmann einen Raum anbieten möchte, meldet sich ebenso wie Kinder, die mitsingen wollen, unter Telefon 9799781.

(jk)
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