Konzert mit vielen Musikstilen: Kinder aus Vor- und Grundschulen musizieren in der Burg

Konzert mit vielen Musikstilen : Kinder aus Vor- und Grundschulen musizieren in der Burg

Einmal vor einem größeren Publikum stehen und Musik machen, davon träumen viele Kinder. Jetzt hatten Schülerinnen und Schüler aus der Vor- und Grundschule im Rittersaal der Burg die Gelegenheit dazu. Im Rahmen des Stolberger Musiksommers gaben die jungen Leute einen Einblick in ihre Künste, die sich wahrlich hören lassen konnten.

Unter dem Motto „Keiner spielt allein“ begeisterten sie das Publikum, das an diesem Sonntagnachmittag zahlreich erschienen war, mit einem breiten Angebot von Musikstilen. Das fing bei Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven und Antonin Dvorák an und führte zu Stücken von Robert Schumann und Claude Debussy bis hin zu Hollywood, Rockn’ Roll, Mark Foster und Bibi & Tina. Den Anfang machten die Kleinsten unter Leitung von Peter Verhees.

Zu Gitarren-, Geigenklängen und Triangel spielten und sangen sie die „Ode an die Freude“. Greta Josten, Jonathan Chao und die Mama von Greta konnten mit einem „Allegretto“ von Sheila M. Nelson voll überzeugen. „Bibi & Tina sind bei den Grundschulkindern im Moment in“, erklärte Musiklehrer Peter Verhees. Und als dann die junge Pia Becker „Als ich noch klein war“ sang und sich selbst auf der Gitarre begleitete, schmolzen die Menschen im Saal dahin.

Auch die Geschwister Frida und Lennart Kaldenbach berührten mit „Was würdest Du tun?“ aus dem gleichnamigen Hörspiel die Herzen. Ein Kontrastprogramm bot dann Janosch Niermann mit seinem Vater Dennis, und Nostalgie kam mit Bryan Adams Song „Summer of 69“ auf. Der deutsche Sänger und Songwriter Marc Forster hatte es Björn Hensiek, Lennart Kaldenbach und den Geschwistern Nico und Paula Jansen angetan. Von ihm gab es „Chöre“ und „Welt retten“.

Im weiteren Verlauf waren dann wieder klassischere Töne angesagt. Aus den „Romantischen Stücken“ von Antonin Dvorak bot Silas Wolf auf der Geige das „Allegro maestoso“. Unterstützt wurde er dabei von Ina Otte auf dem Klavier. Paula Jansen (Violine 1), Silas Wolf (Violine 2) und Urs Wolf (Cello) gefielen mit der „Träumerei“ aus den Kinderszenen von Robert Schumann. Nach einer kurzen Pause stellte sich ein Jugendstreicher-Ensemble vor. Unter Leitung von Michael Palm (Violine) und Guiomar Marques da Silva-Ranke (Klavier) brachten sie den 1. Satz Allegro aus dem Konzert für zwei Violinen, Streicher und Basso continuo in d-moll, BWV 1060, zu Gehör. Dann ließen Lukas Feltes, Marcella Mathieu, Bang Bang Zhang, Neele Harbott, die Pianistin da Silva-Ranke und Musiklehrer Michael Palm alle Besucher in Ohrwürmern der Filmmusik schwelgen.

Der letzte Auftritt des einstündigen Programms gehörte Nisrine Bourkia, einer weiteren fortgeschritteneren Klavierschülerin, die in Stolberg schon auf viele Fans zurückblicken kann. Sie begeisterte das Publikum mit einer Auswahl aus der „Französischen Suite Nr. 3“ von Johann Sebastian Bach, der „Mondscheinsonate“ von Ludwig van Beethoven und Doctor Gradus ad Parnassum aus „Children’s Corner“ von Claude Debussy.

(mlo)
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