Karl von Monschau hat sein neues Atelier an der Hamm-Mühle eingeweiht

Neues Atelier an der Hamm-Mühle eingeweiht : Die Stolberger Kunstszene wird reicher

Die Stolberger Kunstszene ist in diesen Tagen um einen bedeutenden Künstler reicher geworden, der viele Spuren in der Region und auch weit darüber hinaus hinterlassen hat.

Karl von Monschau hat nun nämlich sein neues Atelier „Raum 19“ an der Hamm-Mühle bezogen.

„Hier werde ich in erster Linie arbeiten, aber es wird sicherlich auch die ein oder andere Ausstellung zu sehen sein“, beschreibt Karl von Monschau. Eingezogen ist der Künstler in den „Raum 19“ übrigens gleich mit einem Doppelschlag. Von Monschaus Atelier bereicherte als einer von insgesamt 21 Kunst(h)orten die zehnte „Art Tour de Stolberg“, und am Abend vor der Kunstausfahrt hat der Künstler zu einer Geburtstags-Ausstellung eingeladen.

Unter dem Motto „900 Months later“ feierte von Monschau am vergangenen Wochenende dann auch mit zahlreichen Gästen, Freunden und Weggefährten 900 Monate, nachdem er das Licht der Welt erblickte, seinen 75. Geburtstag nach.

Als Karl H. Winter damals in Monschau geboren, richtete er 1965 sein erstes Atelier in Aachen ein und wirkte fortan unter dem Künstlernamen Karl von Monschau. 1973 erfolgte dann seine erste größere Ausstellung in der „Neuen Galerie – Sammlung Ludwig“.

Bis heute hat von Monschau sein Schaffen in hunderten von Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Einen Bezug zu Stolberg gibt es für den Künstler bereits seit vielen Jahren, denn die Künstlerkollegen Karl von Monschau und Win Braun waren Freunde und haben immer wieder zusammen an Ausstellungen teilgenommen oder an gemeinsamen Projekten gearbeitet.

Das Zusammenwirken von Künstlern ist Karl von Monschau wichtig – sowohl als Künstler, als auch als Macher hinter den Kulissen. So gehörte er 1979 zu den Gründungsinitiatoren der Freien Sommerakademie Aachen FSA. Legendär ist auch der „Erste offizielle Kunst-Automat der Welt“, den von Monschau Willy Gallinowsk kreierte und zum Beispiel 1982 bei der „Documenta 7“ in Kassel präsentierte.

1985 zählte Karl von Monschau zu den Gründungsmitgliedern des Neuen Aachener Kunstvereins NAK, und war zehn Jahre später eine maßgebliche Triebfeder bei der Gründung der Regionalgruppe Aachen/Euregio des Bundesverbands Bildender Künstler BBK.

Im Jahr 2000 gründete Karl von Monschau dann übrigens das „Mobile Büro für Kunst-Affären“, das beispielsweise als Mitorganisator und Ansprechpartner bei diversen Veranstaltungen aktiv ist.

Für sein vielfältiges Engagement in Sachen Kunst erhielt Karl von Monschau 1988 den „Neuen Preis“ des NAK und wurde im Jahr 2005 außerdem zum Ehrenmitglied des BBK sowie 2007 zum Ehrenmitglied des NAK ernannt.

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