Stolberg: Karl Borsch segnet Neubau des Bethlehem Gesundheitszentrums ein

Stolberg: Karl Borsch segnet Neubau des Bethlehem Gesundheitszentrums ein

Der Äskulapstab leuchtet in Blau auf der Fassade des neuen Ärztehauses II des Bethlehem Gesundheitzentrums. Die ersten Mediziner haben in dem Neubau zur Ritzefeldstraße hin zwar schon ihre Behandlungsräume geöffnet, aber in diesen Tagen teilen sie sich den jüngsten Anbau noch mit Handwerkern.

In einigen Wochen soll auch hier Eröffnung gefeiert werden, während Bethlehem-Geschäftsführer Thomas Schellhoff schon die nächsten Schritte plant, um dem alten „Spital” den Weg in eine erfolgreiche Zukunft für Patienten wie für Mitarbeiter zu weisen.

Doch die Gelegenheit der Visitation von Weihbischof Karl Borsch in der jungen Fusionsgemeinde St. Lucia ließ sich das „Bethlehem” nicht entgehen, die Exzellenz um den Segen für die bereits fertiggestellten Meilensteine eines der führenden Hospitäler Deutschlands, so eine der vielfältigen Auszeichnungen für die Stolberger, zu bitten. Eine Bitte der Borsch gerne nachkam, zumal die Stiftung der katholischen Pfarrgemeinde Träger des Hauses ist.

Das Gebäude ist während der vergangenen drei Jahre um etliche Quadratmeter gewachsen. Alleine bei 84 Patientenzimmern des Haupttraktes um jeweils acht Quadratmeter, in dem die Fassade um 2,5 Meter nach vorne gesetzt wurden. Zeitgemäß verfügen die Zimmer nun über einen eigenen Sanitärbereich, das Personal über funktionsgerechte Diensträume.

Auf der neu gestalteten Privatstation können sich Patienten auf Wunsch wie in einem ausgezeichneten Hotel zeitgemäß verwöhnen lassen. Und das alles ist nur ein Teil des Ergebnisses einer Investition von insgesamt rund 13,5 Millionen Euro - bei weiter laufendem Betrieb eines Krankenhauses, das mit über 950 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber in der Kupferstadt, mit über 170 Auszubildenden führend in der Städteregion ist und jährlich gut und gerne 50 000 Patienten versorgt.

Erst recht dann, wenn es sich um Notfälle handelt. Für diese Fälle ist das „Bethlehem” heute besser gerüstet denn je. Durch die Verlegung des Foyers wurde eine Liegendanfahrt gestaltet, in der drei Rettungstransportwagen gleichzeitig anfahren können. Angegliedert ist ein so genannter Schockraum zur Erstversorgung der Notfallpatienten, und die neu gestaltete Zentralambulanz bietet die Möglichkeit einer interdisziplinären Versorgung: Chirurgie, Innere Medizin, Radiologie, Anästhesie, Orthopädie und Unfallchirurgie arbeiten dort Hand in Hand, um die Menschen zu behandeln.

Der Mensch steht im Mittelpunkt

Das Menschsein in einem Krankenhaus, das war auch dem Weihbischof ein besonderes Anliegen bei seinem Besuch im „Bethlehem”, eine Betreuung, die neben allen technischen Fortschrittes die Menschlichkeit bei der Behandlung ebenso in den Mittelpunkt stellt wie Arbeitsbedingungen die auch den Ansprüchen der Mitarbeiter gerecht werden.

Gemeinschaft, Mitgestaltung, Transparenz, Fort- und Weiterbildung, Gesundheitsförderung sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sind einige der Eckpfeiler des innerbetrieblichen Zusammenlebens an der Steinfeldstraße, die dem „Bethlehem” erneut einen der vorderen Ränge der Auszeichnung „Great place to work” eingebracht haben. In Deutschland ist Stolberg der fünftbeste, in Nordrhein-Westfalen der beste Platz zum Arbeiten im Gesundheitswesen.

Entsprechend der Tradition des Hauses im Wirken der Schwestern der Seligen Franziska Schervier und getreu dem christlichen Selbstverständnis legt das Bethlehem einen besonderen Augenmerk auf den Nachwuchs, und ist das geburtenreichste Krankenhaus in der Städteregion mit mehr als 1100 Kindern im Jahr. Übrigens auch eine Leistung, die mit einem Preis gewürdigt wurde: „ausgezeichnet: Für Kinder 2012-2013”, der die Strukturqualität der stationären Versorgung von Kindern und Jugendlichen honoriert.

Weil das „Bethlehem” tief verwurzelt ist im Leben der Stolberger, nahmen sie auch recht zahlreich am Gottesdienst und der folgenden Einsegnung der neuen Stationen teil. Stimmungsvoll untermalte der Chor des Gesundheitszentrums den von Weihbischof Karl Borsch mit den Pfarrern Hans-Rolf Funken und Christoph Schneider sowie Diakon Achim Jaskulski konzelebrierten Gottesdienst, der auch vom evangelischen Pfarrer Andreas Hinze mitgestaltet wurde, teil. Und im Anschluss nutzten sie zahlreich die Gelegenheit zum Gedankenaustausch mit dem Weihbischof in der Cafeteria „Essbar”.

Den nutzte Karl Borsch ebenso zum Gespräch mit dem stellvertretenden Städteregionsrat Axel Hartmann, mit Bürgermeister Ferdi Gatzweiler und seinen Stellvertreterinnen Hilde Nießen und Karina Wahlen sowie mit dem Unternehmer-Ehepaar Michaela und Michael Wirtz wie auch mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Hans Mülders und Geschäftsführer Thomas Schellhoff, aber auch mit weiteren Mitarbeitern und Gästen - zumindest bis die Uhr zur Weiterreise drängte. Denn nach einer Vigil in der Münsterbuscher Kirche Herz Jesu wartete das Gespräch mit Jugendlichen aus der Pfarrgemeinde auf den hohen Gast.