Stolberg: „JUKS Open Air”: Rockmusiker nehmen Kaiserplatz ein

Stolberg: „JUKS Open Air”: Rockmusiker nehmen Kaiserplatz ein

Die Stimmung ist gut, die Atmosphäre auf dem Kaiserplatz angenehm. Die Band „Eject” hat mit melodischem handgemachten Rock das achte „JUKS Open Air” standesgemäß eröffnet, und nun betritt die Formation „Suricate Vault” die Bühne.

Als einzige Stolberger Band des Konzerts hat die Band zwar ein „Heimspiel”, aber es ist auch ihr erster Auftritt überhaupt.

Die Reaktion des Publikums zeigt, dass die „Suricate Vault”-Premiere gelingt, und die jungen Musiker sich bravourös schlagen, zumal ihr Heavy Metal technisch anspruchsvoll ist und instrumentales Können voraussetzt. Wem diese Musik zu hart ist, dem sagt der Stil von „Ben Fortune” vielleicht eher zu.

Das talentierte Quartett überzeugt mit stimmigen Arrangements und soliden Eigenkompositionen. Der eingängige, teils romantische Rock mit Grunge-Einflüssen kommt bei dem größtenteils jugendlichen Publikum gut an - wie das gesamte „JUKS Open Air”.

„Von Jugend für Jugend”

„JUKS” steht für „Jugend- und Konzertevents Stolberg” und das Freiluftkonzert unter dem Motto „von Jugend für Jugend” ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil im Kulturkalender der Stadt avanciert. Diese Auflage ist absolut unter der Federführung des Stolberger Jugendparlaments zustande gekommen, betont Michael Bosseler vom Jugendamt: „Die Jugendparlamentarier haben bei der Organisation und der Umsetzung der Veranstaltung großartige Arbeit geleistet. Sie sind sehr engagiert, und es ist toll, zu sehen, wie gut heute alles, auch Dank des DRK, das uns mit Strom und Wasser versorgt, funktioniert.” Darüber ist auch Tim Wengler, der einen Teil der Moderation übernommen hat, erleichtert, obwohl hinter den Kulissen nicht ganz alles so reibungslos abläuft, wie die Zuschauer denken. „Die Band „Less than Average” kommt aus Mönchengladbach. Die Jungs haben eben angerufen, weil ihr Auto eine Panne hat. Jetzt müssen wir schnell ein wenig umdisponieren”, beschreibt das Mitglied des Jugendparlaments.

Flexibel wird das Programm angepasst, und „The Coconut Butts” ziehen ihren Auftritt kurzerhand vor. Ihr peppiger Ska gepaart mit starker Bühnenpräsenz und der unwiderstehlichen Ansprache des Publikums begeistert Jung und Alt. Nach der großartigen Show der Simmerather Band kommt noch eine gute Nachricht: Die Musiker von „Less than Average” haben ihr Gefährt doch noch irgendwie zum Weiterfahren „überreden” können und erreichen den Kaiserplatz, um mit dynamischem Punkrock den klangvollen Schlusspunkt des Open Airs zu setzen. Zum Gefallen der jungen Zuhörer wie Tobias Lehmkühler. „Fünf Bands bei freiem Eintritt, dazu noch der Jugendbus und das Kistenklettern als Rahmenprogramm - es ist einfach nur genial, dass so etwas in Stolberg geboten wird”, freut sich der 16-Jährige.

Worte, die wiederum Michael Bosseler erfreuen. Mit „einem dicken Lob für das Jugendparlament” schließt er sich an und hofft, dass weitere so gelungene „JUKS Open Airs” in der Kupferstadt folgen: „Im Jugendparlament gibt es durch Schulabgänger ja immer eine gewisse Fluktuation. Es wäre schön, wenn wir in Stolberg nach der nächsten konstituierenden Sitzung wieder so ein tatkräftiges Jugendgremium hätten. Dann wird auch das kommende JUKS Open Air wieder ein Erfolg.”

Das Stolberger Jugendparlament

Das Gremium setzt sich aus Vertretern der weiterführenden Schulen, der Jugendtreffs und der verbandlichen Jugendarbeit in Stolberg zusammen. Es setzt sich für die Belange von Jugendlichen in Stolberg ein und veranstaltet mit den Jugendamt die „JUKS Open Air”-Reihe.

Die nächste konstituierende Sitzung des Jugendparlaments findet am Mittwoch, 5. Oktober, statt. Alle interessierten Jugendlichen im Alter von 13 bis 21 sind eingeladen, um 18.30 Uhr in Raum 143 des Rathauses teilzunehmen.