Stolberg: Jubel, Trubel, Heiterkeit brauchen keinen Alkohol

Stolberg: Jubel, Trubel, Heiterkeit brauchen keinen Alkohol

Karneval in Stolberg ist traditionell ein Fest für alle Generationen. Jubel, Trubel, Heiterkeit regieren bei närrischen Sitzungen und an den Karnevals-Hoch­tagen, zu denen Altweiber und Rosenmontag zählen. Das vielfältige Karnevalstreiben genießt einen hohen kulturellen und sozialen Stellenwert für Jung und Alt.

Frohsinn und Ausgelassenheit an den närrischen Tagen dürfen aber nicht zu verantwortungslosem Verhalten und Leichtsinn (ver)führen. Daher kommt dem Kinder- und Jugendschutz während der Karnevalszeit eine besondere Bedeutung zu.

Alkohol gehört oft zur Brauchtumspflege vermeintlich dazu. Für Kinder und Jugendliche hat übermäßiger Alkoholkonsum allerdings fatale Folgen. Aus diesem Grund stellt das Jugendamt der Stadt Stolberg in Zusammenarbeit mit den kommunalen Jugendeinrichtungen — Stolberger Schulen, freien Trägern der Jugendarbeit und der Stolberger Polizei — präventive Maßnahmen zum Jugendschutz im Karneval vor.

Auch das Karnevalskomitee unterstützt seit vielen Jahren die bundesweite Alkoholmissbrauch-Kampagne des Bundes Deutscher Karneval (BDK) und sensibilisiert regelmäßig die aktiven Karnevalisten und Jugendleiter in den zahlreichen Vereinen. Auf die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen legen die Gesellschaften bei ihren Veranstaltungen großen Wert.

Stolberger Gastwirte, Einzelhändler — Kioske, Tankstellen, Imbissstuben —, aber auch die Karnevalisten sind dazu aufgerufen, gerade an den närrischen Tagen verstärkt darauf zu achten, dass die Jugendschutzbestimmungen eingehalten werden.

Das bedeutet kon­kret: kein Bier und keinen Wein an Jugendliche unter 16 Jahren, keine hochprozentigen Alkoholika wie Schnaps oder Wodka an unter 18-Jährige. Verboten für Jugendliche sind auch branntweinhaltige Alcopops und branntweinhaltige Mixgetränke wie Cola-Rum.

Erstmalig rufen in der laufenden Session Bürgermeister und Karnevalskomitee in Kooperation mit dem Jugendamt alle Eltern, Veranstalter, Aktiven der Vereine und generell alle Erwachsenen dazu auf, ihrer Verantwortung nachzukommen und keinen Schnaps oder Schnapsmischgetränke an Minderjährige auszuschenken.

Das Augenmerk sollte zudem darauf gerichtet sein, dass Kinder und Jugendliche nicht zum Alkoholkonsum animiert werden. Jugendschutz fängt im Elternhaus an. In erster Linie sind daher Eltern und Erziehungsberechtigte aufgefordert, die Verantwortung für ihre Kinder wahrzunehmen und kein Auge zuzudrücken, wenn es um ein so wichtiges Thema wie den Jugendschutz geht.

Sie sollten Teenager über die Gefahren des Alkohols aufklären und natürlich selbst mit gutem Beispiel vorangehen. Es ist zudem sinnvoll, darüber informiert zu sein, an welcher Veranstaltung das eigene Kind teilnimmt, und für einen sicheren Nachhauseweg zu sorgen.

Das Rauchen in der Öffentlichkeit ist erst ab 18 Jahren erlaubt. Jugendliche ab 16 Jahren dürfen bis 24 Uhr an Veranstaltungen teilnehmen. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre müssen sich in Begleitung einer erziehungsberechtigten oder erziehungsbeauftragten Person befinden, um das närrische Treiben zu verfolgen, Die Karnevalsgesellschaften werden auch weiterhin, wie in der Vergangenheit, auf ihre Kinder und Jugendliche achten und mit bestem Beispiel vorangehen und kontinuierliche Aufklärungsarbeit leisten.

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