Jens Nowotny bei Stolberger Sportlerehrung zu Gast

Prominenter Ehrengast und ein Rasen auf der Bühne: Jens Nowotny bei Stolberger Sportlerehrung zu Gast

Die Sportlerehrung steht vor der Türe. Natürlich sollen an diesem Abend vor allem die Stolberger Talente im Fokus stehen und für ihre tollen Leistungen geehrt werden. Doch in diesem Jahr gibt es einen Ehrengast, zu dem wohl auch der eine oder andere Nominierte aufblicken dürfte. Der ehemalige Fußballer und Nationalspieler Jens Nowotny wird an diesem Abend in der Kupferstadt zu Gast sein.

Nicht nur Stolbergs Erster Beigeordneter Robert Voigtsberger und Gerd Schnitzler, Vorsitzender des Stadtsportverbands, freuen sich auf den besonderen Ehrengast. „Sportvereine sind Orte der Gemeinschaft, in denen oftmals tragende Freundschaften entstehen. Die Vereine leisten landauf landab einen wertvollen Beitrag für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.

Der Sport ist eine Lebensschule und vermittelt wichtige Werte, wie Fairness, Respekt und Teamgeist. Ich weiß aus meiner eigenen Karriere, dass gerade der Leistungssport viel Disziplin, Leidenschaft, Durchhaltevermögen und Verzicht erfordert. Die herausragenden Leistungen der Stolberger Sportlerinnen und Sportler im vergangenen Jahr haben auch daher meine höchste Anerkennung und Wertschätzung“, freut sich auch der Sportler selbst auf die bevorstehende Veranstaltung.

Der Abwehrspieler war ab 1990 sechs Jahre lang für den Karlsruher SC aktiv, ehe er im Sommer 1996 zu Bayer 04 Leverkusen wechselte. Für die Nationalmannschaft bestritt Nowotny 48 Spiele, in denen er ein Tor erzielte. Auch bei der Weltmeisterschaft 2006 war er mit von der Partie. Im Januar 2007 erklärte Nowotny aufgrund von wiederkehrenden Knieproblemen seinen Rücktritt vom Profifußball.

Sport-Forum

Im Rahmen der Sportlerehrung wird Robert Voigtsberger ein Interview mit dem prominenten Gast führen. Dieses soll dann auch der Auftakt zu einer neuen Veranstaltungsreihe sein – einem Sport-Forum. Regelmäßig sollen dazu Sportler oder Sportfunktionäre eingeladen werden. Auf diese Weise will man ein Angebot für Sportinteressierte für Stolberger und Menschen aus der Umgebung schaffen.

Auf diese Weise könne sich Stolberg außerdem als Sportstadt präsentieren. Schließlich habe sich im Bereich des Sports in den vergangenen Jahren eine Menge in der Kupferstadt getan, sagt Voigtsberger und spricht damit Themen wie die Förderprogramme und den Umbau des Stadions Glashütter Weiher an.

Momentan können die Stolberger übrigens noch fleißig abstimmen. Die Rückmeldung aus der Bevölkerung sei gut, sagt Gerd Schnitzler. Er hofft nun, dass – wie in den vergangenen Jahren auch – die Veranstaltung von der Öffentlichkeit gut angenommen wird und viele Gäste den Weg in den Zinkhütter Hof finden. Dort erwartet die Besucher dann ein weiteres Highlight. In diesem Jahr sieht die Bühne nämlich ein wenig anders aus. So viel sei schon einmal verraten: Rasen, Eckfahnen und der Geruch von Kreide sollen die Gäste empfangen.

„faszinierende Sportart“

Aber nicht nur der Fußball wird an diesem Abend vorherrschen. Alle Vereine wurden dazu aufgerufen, Geräte ihrer Sportart auszustellen. Und diesem Aufruf seien auch einige Sportler gefolgt, verrät Schnitzler. Er freut sich, dass auf diese Weise eine ganz besondere Atmosphäre entstehe, mit der man den Stolberger Sportlern seinen Respekt erweisen möchte.

Nach der Sportlerehrung ist übrigens vor dem Spieltag der Blindenfußball-Bundesliga. Am Samstag, 11. Mai, soll auch dieses Event etliche Interessierte nach Stolberg locken. Auch Jens Nowotny ist von dieser Sportart überaus begeistert: „Blindenfußball ist eine faszinierende Sportart. Quasi eine Mischung aus Fußball, Eishockey und Handball. Die Spiele sind spannend und temporeich. Genau diese Faszination wollen wir mit dem Stadt-Spieltag auf dem Kaiserplatz nach Stolberg bringen und den hoffentlich zahlreichen Zuschauern zeigen, welche außergewöhnlichen Leistungen blinde und sehbehinderte Sportlerinnen und Sportler erbringen. Inklusion kann gerade im und über den Sport gelingen.“

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