Stolberg: Interkulturenfestival startet mit Ausstellung

Stolberg: Interkulturenfestival startet mit Ausstellung

Die Luft war erfüllt von dem Duft kulinarischer Leckereien, und das gesellige Miteinander verschiedener Kulturen und Generationen stand im Mittelpunkt des bunten Treibens in der großen Werkhalle des Stadtteilbetriebs Low-tec.

An 20 Ausstellungsständen, die am Sonntagnachmittag Handwerk und Kunst präsentierten, traf man sich, kam ins Gespräch und spiegelte das Bild des vielfältigen und kommunikativen Stadtteils Velau/Auf der Mühle.

„Handgewerkt international” war die Auftaktveranstaltung des Interkulturenfestivals, das das Stadtteilmanagement „Soziale Stadt Stolberg” in diesem Jahr auf mehrere Termine und Ereignisse ausweitet.

Angesichts der vielen Aussteller und des sehr guten Zuspruchs seitens der zahlreichen Besucher wertet die Leiterin der Abteilung Gesellschaftliche Projekte von Low-tec den Start bereits als vollen Erfolg. „Hier sind Menschen aus acht verschiedenen Nationen beteiligt und natürlich die vielen Gäste”, freute sich Annette Groneberg.

Die Low-tec GmbH, die als Stadtteilbetrieb Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und Nationalitäten qualifiziert, war mit insgesamt sieben Gruppen vertreten. Sie zeigten Floristik und Dekorationen, Skulpturen und Betonkunst sowie Spielgeräte aus Holz. Die Mediengruppe machte Fotos von den Besuchern, die diese kostenlos als Erinnerung mit nach Hause nehmen konnten, und die Gruppe „Kuchen und Backwaren” sorgte für das leibliche Wohl.

Anita Jöllerichs beschrieb ihre Erfahrung als zu Qualifizierende: „Bei der Low-tec lernen wir richtig viel Praktisches, und vor allem ist das Arbeitsklima echt klasse”, erklärte die 19-Jährige aus der Gruppe „Kreative Techniken” des Stadtteilbetriebs.

Personen in den Vordergrund

Die Grundschule Hermannstraße stellte von den Kindern handgefertigte Filzarbeiten und Karten aus, und auch die weiterführende Schule des Stadtteils war präsent: Die Schülerfima „Kogelpower” hatte kleine Bilderrahmen und coole, selbst designte WC-Bürsten mitgebracht. Desweiteren präsentierte das städtische Familienzentrum Franziskusstraße kreative Näharbeiten, und die IBV- sowie die Milli Görus-Moschee warteten mit Kulturenkunst auf.

„Es ist uns wichtig, die Personen wie Schüler, Eltern, Interessierte und Förderer, die hinter den Organisationen stehen, in den Vordergrund zu stellen”, betonte Groneberg. Bei allem Kunsthandwerk, das zu sehen sei, ginge es bei dem Interkulturenfestival in erster Linie um die Menschen in der Velau, bestätigte auch Dr. Wolfgang Joußen. „Bemerkenswert ist neben dem Engagement der verschiedenen Einrichtungen auch, dass sechs private Aussteller unter uns sind”, kommentierte der Stadtteilmanager.

Bücher, Heilkunst, Aquarelle

So zeigten Yilmaz Zülfinanz und Sultan Kirsolak Bilder und Stickereien, Helmut Müller Schafus stellte Bücher und Heilkunst zur Schau, und die Aquarelle von Mazeena Ismail sowie die Acrylmalerei von Silvia Goebels waren ebenso zu bestaunen.

Die Pappmaché-Skulpturen von Ria Greis ließen die Besucher schmunzeln, und auch die Kleider und gestickten Bilder von Manal Alidlibi ernteten viel Aufmerksamkeit. Die Syrerin verrichtet bis zu drei Wochen Handarbeit an einem ihrer Kuftane. Unter anderem fertigte sie bereits Gewänder für eine Prinzessin der Vereinigten Arabischen Emirate.