Industriehistorischer Lehrpfad ist Thema im nächsten Ausschuss

Industriehistorischer Lehrpfad : Zu viele Fragen bleiben unbeantwortet

Die Entscheidung darüber, ob für den industriehistorischen Lehrpfad Haushaltsmittel von 25.000 Euro bereitgestellt werden sollen, wurde erst einmal vertagt. Zu diesem Entschluss kam der Ausschuss für Schule, Kultur, Sport und Tourismus in seiner Sitzung am Mittwochabend.

Hans Bruckschen (CDU) stellte den Antrag für die große Koalition. Die Idee selbst halte man zwar für sinnvoll, allerdings bestehe der Wunsch, vorab alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen und Rückfragen zu klären.

Gestellt wurde der Antrag von der FDP, die zustimmte, das Thema auf die Tagesordnung des nächsten Ausschusses Ende Juni zu setzen. Neben der großen Koalition und der FDP stimmten auch die Grünen diesem Verfahren zu. Die Linke enthielt sich. Gabe Halili meinte: „Wir verstehen nicht, warum der Antrag verschoben werden soll“, schließlich könne man auch nach der Abstimmung noch mit den Akteuren sprechen.

Ein weiteres Thema im ASKST: die Kultur – und das gleich in mehrfacher Ausfertigung. Das Kulturprogramm von Kulturmanager Max Krieger wurde einstimmig angenommen. Krieger selbst konnte an diesem Abend allerdings nicht anwesend sein. Da es von Seiten der Politik noch einige Rückfragen gab, schlug der Ausschussvositzende Jochen Emonds vor, sich in naher Zukunft mit Krieger zusammenzusetzen, um über die „Struktur für die nächsten Jahre“ zu sprechen. Im nichtöffentlichen Teil stimmte der Ausschuss für die Anhebung des Budgets um rund 10.000 Euro. Die endgültige Entscheidung fallen Hauptausschuss und Rat in ihrer Sitzung am kommenden Dienstag, 19. März.

Ein Rückblick auf der Jubiläumsjahr und einen Ausblick auf die Veranstaltungen, die in diesem Jahr anstehen, gab Tourismus-Chef Jürgen Gerres, der von Seiten der Politik viel Lob erhielt. SPD-Chef Patrick Haas machte deutlich, dass die Erhöhung des Budgets für die diesjährige Stadtparty ein wichtiger Schritt gewesen sei. Schließlich sei es wichtig, dass man ein Programm anbiete, das nicht nur die Stolberger begeistere, sondern auch Menschen aus den umliegenden Städten in die Kupferstadt locke. Die „großartige Leistung“ von Gerres und seinem Team lobte auch Hans Bruckschen. Einen kleinen Wehmutstropfen gab es dann doch: Schließlich waren die Führungen im Vergleich zum Vorjahr gesunken – und das trotz etlichen Veranstaltungen zum Jubiläum. Woran das liegen könnte, wollte Ludwig Hahn (CDU) wissen. Gerres verwies auf den trockenen Sommer, der ein Grund dafür war, warum einige Führungen nicht in der Anzahl angeboten werden konnten, wie in den Jahren zuvor.

Auch die Entwicklung der Ehrenamtskarten war ein Thema im Ausschuss. Hans Bruckschen regte an, dass besonders im Bereich Sport nur wenige Karten in Umlauf seien. Laut Statistik sind es 17 Stück. Das soll nun geändert werden. Stolbergs Erster Beigeordneter Robert Voigtsberger schlug vor, das Angebot in der Sportlandschaft bekannter zu machen.

Apropos Sport: Auch der kam an diesem Abend nicht zu kurz. Zwar stand dieser nicht auf der Tagesordnung. Allerdings griff Ludwig Hahn das Thema Nichtschwimmer auf. Entsprechende Kurse für Grundschulkinder werden von der Stolberger Verwaltung und dem Hallenbad kostenlos angeboten. Renate Krickel, Leiterin der Grundschule Hermannstraße berichtete von ihren Erfahrungen mit dem Projekt, das „geräuschlos“ angelaufen sei. Krickel zeigte sich begeistert. „Das ist genau der richtige Weg, um Kinder möglichst früh an das Schwimmen heranzuführen“, sagte sie.

Auch von Kollegen höre sie immer wieder, dass dies eine „große Bereicherung“ sei. Erste Erfolge seien bereits erzielt worden. So konnte die Schulleiterin schon einigen Kindern ein Abzeichen verleihen. Allerdings machte Krickel auch eine Anregung. Ihrer Meinung nach sollte man das Angebot auch auf Schüler des ersten und zweiten Schuljahres ausdehnen. Sie und ihre Kollegen hätten die Erfahrung gemacht, dass etliche Drittklässler das Hallenbad zum ersten Mal besuchen. Bevor die Kinder das Schwimmen lernen könnten, stünde erst einmal die sogenannte Wassergewöhnung an. Krickel schlug vor, dass diese bereits in den früheren Schuljahren stattfinden könnte. Beispielsweise könne man den Erstklässlern die Schwimmgewöhnung auch am Nachmittag anbieten. Sie und ihre Kollegen würden dies jedenfalls unterstützen.

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