"In memoriam" mit Georg Cohnen

„In memoriam“-Ausstellung im Zinkhütter Hof : Farben – ihre Wirkung und Komposition

In ihrer 12. „in memoriam“-Ausstellung im Museum Zinkhütter Hof stellen Christa und Karl-Heinz Oedekoven ab dem 12. Mai den Maler Professor Georg Cohnen in den Mittelpunkt. Die Überblicksausstellung macht die Entwicklung seines Schaffens sichtbar.

Rund 60 Gemälde werden aus seinem künstlerischen Nachlass, den Ehefrau Astrid Ursula Cohnen verwaltet, im großen Saal des Museums präsentiert. Der Aachener Kunsthistoriker Dr. Dirk Tölke wird bei seiner Einführung den künstlerischen Werdegang von anfänglich geschaffenen impressionistischen Aquarellen bis hin zu einer informellen Malerei nachzeichnen.

Mit Freude an der Malerei von Jugend an, hat er sich schon früh Studien und Landschaften gewidmet, soweit seine Zeit dies zuließ. Das war Ende der Sechziger Jahre in Witten der Fall, wobei unter anderem nächtliche Industrielandschaften entstanden sind. Erst nach seiner beruflichen Festigung durch eine Professur, beginnt er als Ausgleich um 1980 wieder mit Aquarellen.

Ab 1984 professionalisiert Cohnen sein Interesse durch Kurse bei Wladislav Czaja, Studienreisen und zunehmend häufiger werdende Teilnahme an Ausstellungen. Cohnen erhielt etliche Auszeichnungen wie beispielsweise den 1. Preis „Licht und Schatten“ anlässlich des 10. Jahreswettbewerbs der Galerie am Brunnen in Bergisch-Gladbach 1992, die Goldene Palette anlässlich des 3. Offenen Kunstpreises des Forschungsinstituts Bildender Künste im  Museum Haus Beda in Bitburg 1992 oder die Internationale Goldmedaille für Malerei und Plaquette d‘honneur der Académie Européenne des Arts, Gembloux 1996, Paris 1998 sowie Madrid 1999.

Die Lehre von den Farben, das Wissen um ihre Wirkung, das Ringen um jede Komposition, die Auseinandersetzung mit den eigenen inneren Impulsen, die unverstellte Wahrnehmung seiner Umwelt: Sie bilden das Fundament der Malerei von Georg Cohnen. Jedes seiner Gemälde resultiert aus einem prozesshaften, inspirierten und zugleich ergebnisoffenen Entstehungsvorgang. In dieser Art von kreativem Dienst tritt Cohnen als Persönlichkeit zurück hinter dem, was er schuf und worum es ihm beim Betrachter ging: Die Menschen mit seiner Kunst zu bewegen, ist das bleibende Programm seines Werks.

Prof. Cohnen wurd am 24. Oktober 1937 in Dresden geboren. Zunächst studierte Cohnen Medizin in Marburg und Tübingen. 1978 erhielt Georg Cohnen eine außerplanmäßige Professur der RWTH Aachen. Von 1976 bis 2003 war er als Chefarzt der Medizinischen Klinik Marienhospital Aachen tätig. Prof. Georg Cohnen verstarb im Jahr 2017 in Aachen.

Als Maler veranstaltete der Autodidakt 92 Gruppen- und 24 Einzelausstellungen im In- und Ausland. Im großen Saal des Zinkhütter Hofs am Bernhard-Kuckelkorn-Platz werden einige Werke des Künstlers gezeigt.

Die Vernissage findet am Sonntag, 12. Mai, ab 12 Uhr im großen Saal des Museums statt (Eintritt frei). Die Ausstellung kann bis Sonntag, 26. Mai, besucht werden. Die Öffnungszeiten sind dienstags bis freitags von  14 bis 17 Uhr, samstags von 14 bis 18 Uhr sowie sonntags von 10 bis 18 Uhr.

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