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In-Memoriam-Ausstellung Heinrich Maria Davringhausen

Kunstmaler aus Aachen : In-Memoriam-Ausstellung über Heinrich Maria Davringhausen

Ein weiteres Highlight der Ausstellungsserie zum Gedächtnis an bedeutende Künstler aus dem Raum Aachen widmet sich dem von Nazi-Deutschland als „entartet“ diffamierten Kunstmaler Heinrich Maria Davringhausen.

Vor 50 Jahren verstarb der von Nazi-Deutschland als „entartet“ diffamierte Aachener Kunstmaler Heinrich Maria Davringhausen Ende 1970 im Exil in Nizza. Nach seiner Schulzeit in Aachen und Eupen beschloss er mit 17 Jahren Maler zu werden. Bis zum Ersten Weltkrieg entstanden expressionistische und kubo-futuristischeWerke. 1914 reiste er erstmalig nach Ascona, wo er der lebensreformerischen Künstlerkolonie um Ida Hofman und Henri Oedenkoven auf dem „Monte Verita“ nahe stand.

Von 1915 bis 1918 lebte und arbeitete er in Berlin, wo er eine neue gegenstandsbetonte Malweise entwickelte. Von Ende 1918 bis 1922 hielt sich Davringhausen in Münchner Bohèhme-Kreisen auf und galt als einer der zentralen Vertreter des Magischen Realismus. Bereits vor seiner Auswanderung nach Mallorca begann seine Auseinandersetzung mit der abstrakten Kunst. In den Jahren des Exils in Mallorca, Ascona, Paris und zum Schluss in Hauts-de-Cagnes/Süd-Frankreich entstand sein abstraktes Spätwerk.

Die 14. In-Memoriam-Ausstellung in der Villa Museum Zinkhütter Hof wird ab dem 22. März bis 10. Mai 2020 eine Überblicksausstellung dieses international renommierten Künstlers präsentieren. Neben Arbeiten aus Privatbesitz werden Werke aus seinem künstlerischen Nachlass gezeigt. Viele seiner Gemälde sind vor und nach seiner in 1933 durch den Nationalsozialismus erzwungenen Emigration zerstört worden oder gelten als verschollen.

Die Organisatoren der Ausstellung, das Stolberger Ehepaar Oedekoven und der Aachener Kunsthistoriker Dr. Dirk Tölke hoffen auf weitere Leihgaben von Gemälden, die in den 30er Jahren und vorher entstanden sind. Potentielle Leihgeber werden gebeten sich per Mail an k.oedekoven@t-online.de oder unter der Telefonnummer 02402/5255 zu melden.