„Steinberg Wiesn“: In Lederhosen gibt’s Freibier

„Steinberg Wiesn“ : In Lederhosen gibt’s Freibier

Premiere der Oktobergaudi „Steinberg Wiesn“ ein voller Erfolg. Die Organisatoren wollen den Bereich gesellig und gastronomisch wieder mit mehr Leben füllen. Umzug und Live-Musik.

Bajuwarische Lebensart hat rheinischen Frohsinn getroffen, als es bei der Premiere der „Steinweg Wiesn“ hieß: „O‘zapft is!“ Zunächst auf dem Willy-Brandt-Platz, wo sich frühzeitig rund 30 Trachtenträger einfanden. Dort boten die Organisatoren Robert Walz vom „Beer o‘Clock“ und Uschi Breier vom „Postwagen“ originales Wiesn-Bier und alkoholfreie Getränke an – und zwar kostenfrei für Besucher in Dirndln und Lederhosen. Schon bald waren Worte wie „griaß di“ und „ja mei“ immer häufiger zu hören, denn die Anzahl der Gäste verdoppelte sich sukzessive.

So lauschten dann mehr als 60 Stolberger Bayern und bayrische Stolberger der inzwischen auf dem Willy-Brandt-Platz eingetroffenen Musikvereinigung Euphonia Mausbach bei einem zünftigen Platzkonzert.

Anschließend zog der Tross auf das „Festgelände Steinweg“. Der kleine Umweg über die Klatterstraße – der Eingang des Steinwegs ist wegen eines Wasserrohrbruchs größtenteils abgesperrt gewesen – störte dabei niemanden, und die mittlerweile fast 80-köpfige Gruppe erreichte mit bester Laune die „Steinweg Wiesn“, wo etwa ebenso viele Gäste bereits warteten.

Bei kühlen Getränken, Brezn und deftigen Snacks feierten dort „Wiesn-Besucher“ aller Generationen, und immer mehr kamen hinzu. Belohnt wurden sie mit Livemusik. Die Euphonia Mausbach verabschiedete sich mit einem weiteren Platzkonzert, und das Kupferstädter Duo „Palü“ übernahm. Die beiden ehemaligen „Karamba Männcher“ Bernie Pauls und Dirk Lüdkte begeisterten unter freiem Himmel die Besucher mit dem genau richtigen Repertoire. Gekonnt mischte „Palü“ bayrisches Liedgut mit rheinländischen und regionalen Stücken.

Zwischen den live gespielten Songs unterhielten zudem zwei DJs die Gäste glänzend. Die Voraussetzungen für ein stimmungsvolles Oktoberfest auf dem liebevoll arrangierten „Festgelände Steinweg“ sind sehr gut gewesen, und die Besucher der ersten „Steinweg Wiesn“ ließen sich nicht zweimal bitten und feierten bei bester Laune. Das Fazit kann nur lauten: Premiere geglückt. Die Idee zur „Steinweg Wiesn“ sei übrigens schon 2018 entstanden, berichtet Robert Walz: „Aber dann lief uns die Zeit weg, und die Wiesn soll ja schließlich im Oktober stattfinden.“

Und gut organisiert sein wolle so eine Veranstaltung schon, meint Uschi Breier: „Livemusik, das deftige Catering, die Bierzeltgarnituren, DJs und Beschallung sowie authentische Getränke und Dekoration – das sollte ja alles passen.“ Wenn man den Anspruch der Wiesn-Macher zugrunde legt, die alte Stolberger Lebensader Steinweg zumindest gesellig und gastronomisch wieder mit mehr Leben zu füllen, ist das eindeutige Resümee: „Ja mei, passt schon.“

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