Handball: In der Verbandsliga siegt der Stolberger SV ohne Probleme

Handball : In der Verbandsliga siegt der Stolberger SV ohne Probleme

Ein gelungener Saisonauftakt. Im Rahmen der Saisoneröffnungsfeier feierten die Stolberger Handballer bei bestem Wetter mit dem ganzen Verein. Gründe dazu gab es genug.

Mehr als 100 Jugendliche mit Ihren Eltern bevölkerten den Glashütter Weiher bei der Vorstellung der Teams. „Wir sehen uns als Ausbildungsverein in dem Jugendspieler erfolgreich in unsere Seniorenteams eingegliedert werden. Diesen Prozess wollen wir weiter professionalisieren. Aus diesem Grunde verpflichteten die Stolberger Edgard Brülls.

Edgard Brülls wird als Jugendkoordinator die Trainer und Teams der A- und B-Jugend in Zusammenarbeit mit Bernd Schellenbach erfolgreich auf ihre Seniorenlaufbahn vorbereiten. Edgard Brülls ist weit über die Grenzen des Handballverband Mittelrheins bekannt, trainierte in Belgien Mannschaften der ersten Liga, arbeitete erfolgreich für BTB Aachen und war Trainer diverser Jugendauswahlteams. Ein echter Hochkaräter, der menschlich und von seinen Fähigkeiten her sehr gut in unsere Vereinsphilosophie passt“, so Ekkehard Meurers. Den krönenden Abschluss der Saisoneröffnungsfeier bildete das erste Verbandsligaspiel der Stolberger.

Die große Vorfreude auf die neue Spielklasse hatte auch viele Zuschauer an den Glashütter Weiher gelockt, vor allem da der Verein an diesem Tag auch seine Mannschaften offiziell präsentierte. Der Gegner aus Rheindorf reiste in Bestbesetzung an, wobei der SSV kurzfristig auf Holger Dahmen und Sebastian Wolf verzichten musste. Die Ausgangslage war allen klar. Auf der einen Seite der etablierte Verbandsligist mit körperlicher Präsenz, vielen groß gewachsenen Spielern und Routine, auf der anderen Seite der Gastgeber als Aufsteiger mit einem jungen Team, Tempo und Spielfreude.

Diese beiden sehr unterschiedlichen Handballkulturen prallten also an diesem Abend aufeinander. „Ich hatte mir Rheindorf in der Vorbereitung zweimal angesehen. Wenn man sie ungestört spielen lässt, dann kann ein Angriff ziemlich lange dauern und irgendwann ist ein Einläufer/Kreisläufer frei oder Nico Esch wirft ein Tor. Darauf hatte ich keine Lust“, beschreibt SSV-Trainer Bernd Schellenbach seine Beobachtungsergebnisse.

Manndeckung gegen Esch

So begann der Gastgeber mit einer Manndeckung gegen Esch und der Rest verteidigte in einer 1:4-Formation auf 14 Meter. „Rheindorf hat wahrscheinlich mit einer recht offensiven Abwehr gerechnet, aber dass wir diese so radikal auf die Platte stellen, war wohl dann doch überraschend“, so Schellenbach. Deshlab auch war die Partie Mitte der Halbzeit beim 9:3 eigentlich schon entschieden.

Der Gast fand kaum Lösungen, wurde zum Laufen gezwungen, konnte sein gewohntes Spiel nicht aufziehen, lief sich so immer wieder fest, leistete sich technische Fehler oder scheiterte unter Druck an Yannick Töws, der in der 22. Minute vorsorglich wegen Problemen mit seinen Oberschenkeln ausgewechselt wurde. David Schornstein überzeugte im Anschluss ebenfalls mit einer guten Leistung.

Nach 15 Minuten nahm der Gastgeber die Abwehr zurück, brachte mit Kilburg und Kleinhöfer neue Halbakteure und mit Tim Heister einen Rechtsaußen. „Felix Richter, Miguel Lozano und Joshua Frauenrath haben in der Abwehr unglaublich viel gearbeitet und zusätzlich immer wieder Räume geschlossen. Mich hat die Chancenauswertung etwas geärgert. Wir lassen sieben Gegenstöße und einen Siebenmeter liegen“, fasst Schellenbach die erste Halbzeit zusammen, in der der Gästetorwart einen noch viel deutlicheren Rückstand verhinderte, und das 17:8 die Kräfteverhältnisse nicht klar genug zum Ausdruck brachte.

Die zweite Hälfte begann etwas schleppend und der SSV nutzte weitere beste Einwurfmöglichkeiten nicht. Der bereits nach 15 Minuten entnervte Gast stemmte sich mit einer guten Einstellung gegen eine noch deutlichere Niederlage und der SSV nutzte die Chance, um viel zu wechseln.

So kam auch der gerade erst 17 Jahre alt gewordene Julian Lentz zu seinem Einstieg, den er sofort mit einem Treffer krönte. „Wie wir gegen einen körperlich überlegenen Gegner verteidigt haben war schon klasse. Unsere Fitness, die Laufbereitschaft und das Anlaufen von Räumen hat Qualität. Wir haben von dem sehr überzeugend leitenden jungen Gespann Pütz/Schoger keine einzige Zeitstrafe erhalten. Nur unser Abschlussverhalten muss verbindlicher werden, wobei der Positionsangriff schon ganz gut funktioniert“, resümiert Schellenbach.

Nach dem gelungenen Start gilt es sich nun auf den Klassiker aus Landesligazeiten vorzubereiten, wenn es am Samstag, 15. September, um 17.30 Uhr im Gillesbachtal gegen BTB II geht. Die Burtscheider haben ihr Auftaktspiel in Bardenberg verloren, traten dort jedoch mit ihrem neuen Trainer Philipp Reinartz stark ersatzgeschwächt an.