Ferien im Helene-Weber-Haus : Im Ferienkurs betätigen sich Kinder als kleine Künstler

Ferien im Helene-Weber-Haus : Im Ferienkurs betätigen sich Kinder als kleine Künstler

Eine ganze Woche, von Montag bis Freitag, haben insgesamt 22 Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren ihrer Kreativität freien Lauf gelassen. Unter fachlich professioneller Anleitung der Diplom-Textildesignerin Irina de Lamboy und der Diplom-Designerin Monika Wienges wurde gewerkelt was das Zeug hält.

Die Gruppe von Irina Lamboy hatte den Schwerpunkt Arbeiten mit Textilien. Unter dem Motto „Nähen ist doch super easy“ will dieser Kurs Lust auf die bunte Welt der Stoffe machen und zeigen, wieeigene Ideen eingebracht werden können. Die Funktionsweise und Handhabung einer Nähmaschine wurde eingeführt und die Kinder lernten die ersten Grundlagen des Nähens.

Die neuen Fertigkeiten wurden gemeinsam an einem kleinen individuell gestalteten Projekt ausprobiert. So nähten die Kinder Loops, Turnbeutel und Kissenbezüge in unterschiedlichsten Formen und Farben. Neben dem Arbeiten mit der Nähmaschine inklusive. Einnähen eines Reißverschlusses wurden auch Druckknöpfe eingenäht und Klettstreifen verarbeitet. Der achtjährige Nik meinte dazu: „Ich mache hier mit, damit ich nicht immer alles kaufen muss, sondern mir was selber nähen kann“.

Für die achtjährige Maila stand der Spaß im Vordergrund: „Mir macht das total Spaß, ich hab mir schon eine Nähmaschine zum Geburtstag gewünscht“.

Die zweite Gruppe von Monika Wienges beschäftige sich mit Malereien, Grafiken und Skulpturen. In dieser Kreativwoche wurde ein breites Kunstspektrum vorgestellt. Die Kinder konnten sich in verschiedenen Bereichen ausprobieren. Sie hatten die Möglichkeit, mit Acryl- und Aquarellfarben an der Staffelei zu malen, mit Bleistift, Tusche und Kohle zu zeichnen, einen Holz- oder Linoldruck herzustellen oder phantasievolle Skulpturen aus Materialien, wie zum Beispiel Pappmaché, Gips, Holz, Pappe und Filz zu formen.

Auch in diesem Kurs waren die Kinder einhellig begeistert. Emma meint: „Wir haben schon mit Ölfarben gemalt und jetzt hämmern wir echte Holzkisten zusammen, die wir dann gestalten können“. Emily gefällt am besten, dass jeden Tag etwas anderes gemacht wird und man die Ideen Zuhause nutzen kann. Tatsächlich an einer Staffelei zu stehen und wie die großen Künstler mit Öl zu malen, hat Melina am meisten beeindruckt. Am Ende der Woche waren viele Kunstwerke entstanden, die bei einer großen Vernissage den Familien der teilnehmenden Kinder bei Häppchen und Getränken präsentiert werden konnten.

Jedes Kind konnte sein Projekt vorstellen und alle waren begeistert und voll des Lobes. „Wieviel Einsatz und Konzentration die Kinder in ihren Schulferien aufbringen ist wirklich beeindruckend“, meinte Marianne Kaufmann, stellvertretende Leiterin des Helene-Weber-Hauses bei der Vernissage. „Hier entsteht Kunst und Praktisches gemeinsam.“ Sie überreichte den Kindern den Nähmaschinenführerschein und bedankte sich bei den Kindern und den Künstlerinnen für eine spannende, lehrreiche und intensive Woche.