Herzwiche im Bethlehem-Gesundheitszentrum

Gesundheit : Warum das Herz ins Stolpern gerät

Allein in Deutschland leiden derzeit schätzungsweise 1,6 bis zu 2,4 Millionen Menschen an Vorhofflimmern – Tendenz steigend. „Für die richtige Abfolge der Herzschläge sorgt normalerweise der Sinusknoten“, sagt Dr. Andreas Bootsveld, Sektionsleiter für Kardiologie im Bethlehem-Gesundheitszentrum.

„Der Sinusknoten ist der natürliche Taktgeber im Herzen, der die Pulsrate bestimmt“, erklärt der Herzspezialist, der für Mittwoch, 7. November, zu einem Info-Abend über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Vorhofflimmern einlädt.

Beim Vorhofflimmern funktioniert diese von Mutter Natur so genial eingefädelte Taktgebung nicht: Stattdessen haben kleine elektrische „Störenfriede“ das Kommando übernommen und verursachen das pure Chaos. „Die Vorhöfe im Herzen ziehen sich nun nicht mehr rhythmisch zusammen“, beschreibt der Kardiologe und Notfallmediziner das Problem.

Die Konsequenz ist, dass das Blut nun nicht mehr vollständig aus den Vorhöfen in die Kammern gepumpt wird. Das ist vor allem deswegen so gefährlich, weil Blut gerinnen kann, wenn es nicht mehr richtig fließt. Darum steigt bei Vorhofflimmern das Schlaganfallrisiko.

Die gute Nachricht: Vorhofflimmern kann man sehr häufig erfolgreich therapieren. Welche Behandlungsmöglichkeiten sich anbieten und worauf zu achten ist, wird beim Info-Abend am 7. November patientenverständlich vermittelt.

Der Info-Abend mit Fragerunde nach dem Vortrag beginnt um 18.30 Uhr; Veranstaltungsort ist die Cafeteria im Stolberger Krankenhaus an der Steinfeldstraße. Auch die Deutsche Herzstiftung wird bei dieser Veranstaltung mit einem Infostand vertreten sein. Der Eintritt und die Getränke sind frei, eine Anmeldung ist nicht nötig.

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