Stolberg: „Haus der kleinen Forscher“: Zinkhütter Hof ist jetzt Kooperationspartner

Stolberg : „Haus der kleinen Forscher“: Zinkhütter Hof ist jetzt Kooperationspartner

Warum schäumt eigentlich beim Zähneputzen die Zahncreme und wieso dampft der heiße Kakao in der Tasse am Frühstückstisch? Diese alltäglichen Dinge und Phänomene können Kinder ganz einfach zu Hause, im Kindergarten, in der Schule oder auch in so genannten außerschulischen Lernorten erforschen.

Die Neugier der Kinder zu fördern und sie zum Forschen zu ermutigen, ist auch das Ziel der bundesweiten Initiative „Haus der kleinen Forscher“.

Freuen sich auf die zukünftige Zusammenarbeit: Petra Grüttemeier (links) und Nadejda Pondeva. Foto: Sonja Essers

Dieses hat bereits im Jahr 2011 die Städteregion erreicht und ist nun auch in Stolberg angekommen oder genauer gesagt im Zinkhütter Hof. Der ist nämlich seit diesem Monat offizieller Kooperationspartner des Netzwerks in der Städteregion und leistet damit einen Beitrag zur Bildungsförderung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, die auch MINT genannt werden.

Warum gerade der Zinkhütter Hof ideal in das Netzwerk „Haus der kleinen Forscher“ passt? Ganz einfach: „Das Zinkhütter Hof ist eine sehr profilierte Einrichtung“, sagt Nadejda Pondeva vom Bildungsbüro der Städteregion, die auch Netzwerkkoordinatorin vom „Haus der kleinen Forscher“ ist. Sie überreichte Petra Grüttemeier, Museumspädagogin des Zinkhütter Hofs, in dieser Woche die offizielle Plakette, die bald auch von außen zu sehen sein wird und die die Kooperation zwischen dem Netzwerk „Haus der kleinen Forscher“ und der Einrichtung offiziell macht.

Bereits seit 2010 ist der Zinkhütter Hof ein außerschulischer Lernort und wird von bis zu 2500 Kindern pro Jahr besucht. „Wir arbeiten oft mit Schülern zusammen. Wir wollen nun auch Grundschüler und Kindergartenkinder mit diesem Projekt abholen. Unsere Räume sind dafür bestens geeignet“, so Grüttemeier.

Als so genannter MINT-Lernort bietet dieser museumspädagogische Angebote für alle Altersklassen an. Dort werden unter anderem Fragen wie: „Wie funktioniert eine Dampfmaschine?“ oder „Warum ist Messing das Stolberger Gold?“ beantwortet.

Auf Anfrage entwickelt Petra Grüttemeier auch individuelle Angebote. Dazu gehört beispielsweise auch eine Experimentierwerkstatt oder ein Brückenbauprojekt. Forschen und Entdecken wird im Zinkhütter Hof großgeschrieben — auch für Erwachsene, sind sich Grüttemeier und Pondeva sich sicher. Schließlich finden im dort auch Workshops zur Qualifizierung von Erziehern und Lehrern statt. Einer davon stand bereits in dieser Woche auf dem Programm.

Aus der gesamten Städteregion kamen Lehrer und Erzieher, die einen Workshop rund um das Thema Sprudelgas besuchten In einer kleinen Experimentierrunde stellten sie dieses unter anderem selber her. Ein Fokus lag dabei jedoch nicht nur auf dem Experimentieren, sondern auch auf der Sprache, erklärte Trainerin Barbara Kusche.

Petra Grüttemeier und Pondeva freuen sich nun auf die gemeinsame Zusammenarbeit und tüfteln bereits fleißig an Ideen für Workshops. Davon sollen fünf bis sechs jährlich im Zinkhütter Hof stattfinden.

129 Kitas und 19 Grundschulen wurden erreicht

Das Bildungsbüro der Städteregion Aachen ist Träger des lokalen Netzwerkes „Haus der kleinen Forscher“. Es organisiert Fortbildungen und begleitet die Zertifizierungen.

Insgesamt gibt es neun verschiedene Workshops mit qualifizierten Trainern. Bisher haben in der gesamten Städteregion bereits 420 pädagogische Fach- und Lehrkräfte aus insgesamt 129 Kindertagesstätten und 19 Grundschulen die Workshops besucht.

Neben dem Zinkhütter Hof sind auch die Stadt Würselen, das Alsdorfer Energeticon, das Berufskolleg Käthe-Kollwitz-Schule in Aachen und der Verein „Bildungsengel“ Kooperationspartner der pädagogischen Aktion.

Die Schirmherrschaft für das lokale Netzwerk haben Professor Marcus Baumann, Rektor der FH Aachen, und Professor Ernst Schmachtenberg, Rektor der RWTH Aachen, übernommen.

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