Stolberg-Büsbach: Großzügige Stolberger spenden für Opfer des Feuers in Büsbach

Stolberg-Büsbach: Großzügige Stolberger spenden für Opfer des Feuers in Büsbach

Bettwäsche, Handtücher, Bademäntel, Winterjacken, Strümpfe und Geschirr: Die Liste der Gegenstände, die sich im städtischen Familienzentrum Am Holderbusch türmen, ist lang — sehr lang. Nachdem Ende Januar ein Fachwerkhaus in der Konrad-Adenauer-Straße in Büsbach komplett ausgebrannt war, entschieden die Mitarbeiter des Familienzentrums, den Opfern zu helfen.

Menschen waren bei diesem Unglück nicht verletzt worden, dafür überlebte allerdings ein Hund den Brand nicht. Zunächst starteten Gaby Köhler und ihre Kolleginnen einen kleinen Aufruf und sprachen die Eltern im Kindergarten an. Die wiederum zeigten sich hilfsbereit und spendeten Kleidungsstücke und Einrichtungsgegenstände. „Diese Gegenstände wurden besonders dringend gebraucht“, sagt Gaby Köhler.

Die Mitarbeiterin des Familienzentrums ist mit den Opfern befreundet. Als sie ihren Kolleginnen von dem Unglück berichtete, reagierten diese prompt und so war die Hilfsaktion geboren. „Die Hilfsbereitschaft der Eltern war sehr groß“, sagt Köhler.

Um noch mehr Menschen zu erreichen, startete die Einrichtung einen Aufruf in unserer Zeitung. Was danach geschah, kann Köhler kaum in Worte fassen. „Wir konnten uns vor Anrufen kaum noch retten“, sagt sie.

So hielten in den vergangenen Tagen Berge von Handtücher, Geschirr sowie Bettwäsche, Bademäntel und etliche weitere Kleidungsstücke Einzug in den Kindergarten Am Holderbusch. „Da waren nicht nur gebrauchte Dinge bei, sondern auch ganz neue“, sagt Köhler. Eine erste Fuhre habe sie bereits zu den Betroffenen gebracht, am Donnerstag sollte eine weitere folgen, erzählt Köhler.

Von der großen Anteilnahme und Spendenbreitschaft der Stolberger sind Gaby Köhler und ihre Kolleginnen besonders angetan. „Wir haben uns darüber sehr gefreut. Das ist heute nämlich nicht mehr selbstverständlich. Deshalb gilt unser Dank allen, die mitgemacht haben“, sagt Köhler. Sie und ihre Kolleginnen haben sich nun dazu entschieden, keine weiteren Spenden mehr zu sammeln. Der Grund: „Der Bedarf ist im Moment erst einmal gedeckt. Die wichtigsten Dinge, die dringend gebraucht wurden, sind da“, sagt sie.

(se)
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