Feuerwerk und Musik am Kaiserplatz : Großes Finale einer besonderen Stadtparty

Feuerwerk und Musik am Kaiserplatz : Großes Finale einer besonderen Stadtparty

Schon traditionell stellt das von der EWV präsentierte musikalisch untermalte Abschlussfeuerwerk das Finale der Stadtparty dar, und auch diesmal lockte der effektvoll illuminierte Himmel wieder zahlreiche Zuschauer auf den Kaiserplatz.

Zuvor hatte dort die weit über die Region hinaus bekannte Band „Wheels“ ein Konzert gespielt. Mit Hits wie „It‘s raining Men“, „I‘m so excited“ und einem fetzigen „Nena“-Mix sorgten sie noch einmal für beste Stimmung bei der Stadtparty und füllten den Kaiserplatz bereits Stunden vor dem Feuerwerk.

Das große Abschlussfeuerwerk mit musikalischer Untermalung stellte das Finale der Stadtparty dar. Foto: D. Müller

Die Feier zum 900-jährigen Bestehen Stolbergs sollte eine ganz besondere Sause in der Alt- und der Innenstadt werden — was im Rückblick eindeutig gelungen ist. Mit Comedy und Kleinkunst, mittelalterlichem Spektakel, Märchenträumen, zahlreichen Shows, Konzerten und Aktionen hat die Stadtparty an drei Tagen bei freiem Eintritt Maßstäbe gesetzt und tausende Besucher in die City gezogen. Speziell am verkaufsoffenen Sonntag pulsierte das Leben von der Altstadt über Steinweg, Kaiserplatz und Rathausstraße bis zur Salmstraße an der Mühle, und die Besucher genossen die Vielfalt der Stolberger Stadtparty.

Alleine am Samstagabend unter dem Motto „Mer fiere Jebootsdag“ fanden fast 3000 Gäste den Weg zum Kaiserplatz. „DJ Fosco“, „Lupo“, die „Domstürmer“ und die Showtanzgruppe „Firebirds“ begeisterten das Publikum auf ganzer Linie. Und natürlich „Querbeat“, deren Konzert voller energiegeladenem handgemachtem Sound die Massen mitriss.

„Das war wirklich ein toller Abend“, meint der städtische Party-Planer Jürgen Gerres. Der Leiter der Stolberg-Touristik zieht ein positives Fazit hinsichtlich der Jubiläumsstadtparty und blickt dabei nicht nur auf die ganz großen Highlights. „Mein Dank geht an die Sponsoren, die solch eine Feier bei freiem Eintritt zu allen Events überhaupt möglich machen. Und mein ganz großes Lob gilt den Ehrenämtlern der Stolberger Vereine, die sich aktiv in die Stadtparty eingebracht haben“, hebt Gerres hervor.

Tatsächlich haben sich mit über 20 Kupferstädter Vereinen mehr denn je bei der Party engagiert. Was Schauplätzen wie zum Beispiel dem Offermannplatz, der Rathausstraße und dem Bastinsweiher zugute kam — und besonders dem Steinweg, auf dem mehrere Vereine den Leerstand von Ladenlokalen vergessen ließen. „Dank der Vereine und der Kunsthandwerkmeile konnten wir den Steinweg bis an den Kaiserplatz dicht bespielen. Es ist toll, wenn Vereine sich bei der Stadtparty präsentieren und damit die Identifikation mit ihrer Heimatstadt zeigen, auch wenn dies außerhalb ihrer Kerntätigkeiten mit zusätzlichem Aufwand für die Ehrenämtler verbunden ist.

„Vielen Dank an alle Freiwilligen, an die Teams von Feuerwehr, DRK und THW, an die Ordner und alle Helfer und an Stefan Graff, der drei Tage lang souverän das Programm auf dem Kaiserplatz moderiert hat“, sagt Gerres. Breitgefächert, mit kulturellem Anspruch und abwechslungsreichem Programm, Attraktionen für die ganze Familie und mehreren Höhepunkten hat die Stadtparty tausende Besucher unterhalten.

Doch es gab auch vereinzelt kritische Stimmen — wie meist bei Veranstaltungen dieser Größenordnung. Etwa darüber, dass das City-Parkhaus an der Grünstalstraße nicht zur Verfügung stand. „Aus Sicherheitsgründen mussten die Straßen rund um den Kaiserplatz gesperrt werden, damit im Notfall Rettungswagen und Feuerwehr sowohl die Anwohner, als auch die Party-Besucher erreichen können. Und dass der private Betreiber des Parkhauses an der Zufahrt Bergstraße eine Baumaßnahme durchführen muss, kann passieren und liegt nicht in der Zuständigkeit der Stadt“, erklärt Gerres. Ein anderer Kritikpunkt war der „Party-Müll“ auf dem Kaiserplatz, auf dem Getränke in Plastikbechern ausgeschenkt wurden. Nicht gerade nachhaltig und umweltfreundlich. Aber ebenfalls der Sicherheit geschuldet, wie Gerres erläutert: „Gläser können im Extremfall als Waffen eingesetzt werden.“

(dim)
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