Stolberg: „Gleich und doch anders“: Die schönsten Motive jetzt im Museum sehen

Stolberg : „Gleich und doch anders“: Die schönsten Motive jetzt im Museum sehen

Seit etwa zwei Jahren erscheint wöchentlich donnerstags die Serie von Toni Dörflinger „Gleich und doch anders“, in der er eine historische Fotografie mit einer aktuellen Aufnahme des gleichen Standortes vergleicht. Zu jeder Szenerie recherchiert Toni Dörflinger die Hintergrundinformationen.

Die Geschichte der Wohn- und Geschäftshäuser, öffentlicher Einrichtungen oder Informationen allgemeiner Stadtgeschichte machen den Bildvergleich lebendig. Ältere Bürger erkennen auf den Bildern Stadtansichten ihrer Jugend und Neu-Stolberger sowie jüngere Einwohner der Kupferstadt werden mit ihrer Heimatstadt vertraut gemacht, wie sie vor etwa vierzig bis fünfzig Jahren aussah.

Aus der einschlägigen Literatur wie vor allem aus aktueller Aktenrecherche zieht Toni Dörflinger die spannenden Informationen Stolberger Stadt- und Alltagsgeschichte. Unterstützt wird er bei der Recherche von entsprechendem Archivmaterial von Stadtarchivar Christian Altena. Zusammen diskutieren sie mögliche Fotomotive aus der Fotosammlung des Stadtarchivs, die manchmal in heutiger Ansicht völlig anders wirken, manchmal aber auch wenig Veränderung zeigen. Als besonders zeigte sich einer Reihe von Fotos, die 1972 angefertigt wurden.

„Die meisten dieser Fotos wurden bisher nicht gezeigt und ich bin froh, dass die Fotos, wie auch die Informationen aus dem Archivgut, ans Licht der Öffentlichkeit gelangen. Dafür sind Kommunalarchive nun einmal da“, gibt Altena an.

Enormer Zuspruch

Der Zuspruch unserer Leser zu dieser Serie ist enorm. „Regelmäßig werde ich von Bürgern angesprochen, die sehr interessiert sind und oft auch fragen, ob die Fotos einmal zusammen gezeigt würden“, beschreibt Toni Dörflinger die Rückmeldungen. Nicht weniger angetan von den regelmäßigen Einblicken in Stolberger Zeitgeschichte war der Vorstand des Museums in der Torburg. Dort werden regelmäßig unterschiedlichste Wechselausstellung gezeigt, und so hatte der zweite Vorsitzende, Hermann Frantzen, die Idee, die Serie ins Museum zu bringen.

„Ich war von den Vergleichen einfach begeistert, vor allem weil ich viele Ansichten selber so noch gesehen habe“ erklärt Frantzen, der sich mit Toni Dörflinger und Christian Altena in Verbindung setzte. Dass die schönsten und interessantesten Fotos zusammen in einer Schau großen Anklang finden werden, davon sind alle Beteiligten von Anfang an überzeugt.

Die Serie „Gleich und doch anders“ erschien kürzlich zum 100. Mal. Für die Ausstellung, die nun der Förderverein des Torburg-Museums organisiert hat, wählten Hermann Frantzen, Christian Altena und Toni Dörflinger 48 Motive aus, die natürlich mit den entsprechenden historischen Informationen versehen die schönsten Folgen der letzten zwei Jahre zusammenfassen.

Gezeigt wird die Schau vom 7. April bis 13. Mai im Museum in der Torburg am Luciaweg. Geöffnet ist das Museum samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr.

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