Stolberg: Gesundheitsamt der Städteregion kehrt nach Stolberg zurück

Stolberg : Gesundheitsamt der Städteregion kehrt nach Stolberg zurück

Jetzt wird aufgebaut: Das neue Gesundheitsamt der Städteregion in Stolberg fängt an, Gestalt anzunehmen. Im Januar war zuerst mit Fingerspitzengefühl begonnen worden, das alte Gebäude der Rathausstraße 66, wo jahrzehntelang das Schreibwarengeschäft Leufgens und auch unsere Redaktion nebst Anzeigenaufnahme zu finden war, abzureißen und den Hinterbau zu entkernen.

Mittlerweile sind neue Kellerdecken aus Beton gegossen und die neuen tragenden Wände werden derzeit hergestellt.

Nach drei Jahrzehnten Exil an der Eschweiler Steinstraße kehrt diese Einrichtung der Kreisbehörde zurück nach Stolberg. Ganz auf die Bedürfnisse des Amtes zugeschnitten wird der Neubau. Aus baurechtlichen Gründen folgt er zwar dem Verlauf der alten Fundamente, aber im Inneren sollen Barrierefreiheit, Beratungs-, Besprechungs-, Arzt-, Warte- und Gruppenräume auf rund 900 Quadratmetern moderne Ansprüche garantieren, während Schulpsychologischer Dienst und Erziehungsberatung zunächst in Eschweiler verbleiben. Mitte nächsten Jahres soll das Gesundheitsamt sein neues Domizil beziehen können.

Diese Einrichtung hat in der Kupferstadt Historie. Mitte der 1920er Jahre war an der Eichsfeldstraße zunächst ein städtisches Gesundheitsamt aufgebaut worden, das ein Jahrzehnt später zu einer Einrichtung des Kreises wurde.

Auch in der Nachkriegszeit blieb die Behörde an der innenstadtnahen Straße: An der Ecke zum „Hang“ wurde Mitte der 1950er Jahre ein zeitgemäßer Neubau errichtet, der vier Jahrzehnte lang Sitz des Gesundheitsamtes blieb. In den 1990er Jahren verlegte der Kreis seine Einrichtung zwar gemeinsam mit Schulpsychologischem Dienst und Erziehungsberatungsstelle an die Steinstraße in Eschweiler.

Jetzt hat sich die Städteregion für den auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbaren, bürgernahen Standort in der Mitte des Kreisgebietes entschieden. Mit der Ansiedlung wird auch das Angebot in der Stolberger Innenstadt weiter gestärkt. Vor gut einem Jahr hatte die Kupferstadt bereits schräg gegenüber an der Ecke der Rosentalstraße das Familienbüro als niedrigschwelliges Angebot rund ums Kind angesiedelt.

(-jül-)
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