Stolberg: Geht es mit dem Seniorenzentrum wieder bergauf?

Stolberg : Geht es mit dem Seniorenzentrum wieder bergauf?

Hauptausschuss und Stadtrat, der auch gleichzeitig als Gesellschafterversammlung des Seniorenzentrums am Amselweg fungiert, stellt Geschäftsführerin Gabriele Makola am heutigen Dienstag die betriebswirtschaftlichen Auswertungen zum zweiten Quartal 2018 vor.

Für die Einrichtung scheint es weiterhin bergauf zu gehen. Das zeigt zumindest ein Blick auf die aktuellen Zahlen. Auf Basis der Ergebnisse des zweiten Quartals rechnet man für 2018 mit einem Gesamtdefizit von 70.000 Euro. Darin ist der Zuschuss der Stadt in Höhe von 270.000 Euro bereits enthalten. Die Hochrechnung stellt gegenüber dem beschlossenen Wirtschaftsplan für das Jahr 2018 eine Verbesserung von rund 330.000 Euro dar.

Zum Ende des ersten Quartals sahen die Zahlen noch ein wenig anders aus. Damals rechnete man noch mit einem Gesamtdefizit von 330.000 Euro und lag damit 70.000 Euro unter der Hochrechnung des Wirtschaftsplans.

Zum Hintergrund: In seiner Sitzung im Dezember beschloss der Rat die Wirtschaftspläne für die Jahre 2018 bis 2021. Außerdem wurde die Bereitstellung außerplanmäßiger Haushaltsmittel in Höhe von 270.000 Euro sowie eine Kapitalrücklage der Gesellschaft in Höhe von 600.000 Euro beschlossen. Festgelegt wurde auch, dass Geschäftsführerin Gabriele Makola dem Rat jedes Quartal Auskunft über die finanzielle Situation der Einrichtung gibt. Dies geschieht nun zum zweiten Mal in der Sitzung am heutigen Dienstag.

Belastung minimiert

Und wie kommt es zu dieser Entwicklung? Die positive Entwicklung sei dem Umstand geschuldet, dass der Neubau nicht — wie geplant — zum 1. August, sondern zum 1. November dieses Jahres fertig werde. So minimiere sich die wirtschaftliche Belastung bei der Tagespflege und den ambulanten Wohngemeinschaften in diesem Jahr und verlagere sich auf das Wirtschaftsjahr 2019.

Durch geringere Hausmeisterkosten konnten im Bereich Immobilienverwaltung 33.000 Euro gespart werden, durch eine Langzeiterkrankung liegt zudem der Personalaufwand 25.000 Euro niedriger. Die Umsatzerlöse in der vollstationären Pflege sind um 68.000 Euro geringer als im Wirtschaftsplan angesetzt. Das liege unter anderem am verzögerten Umzug.

Eine höhere Rückvergütung von Ausbildungsvergütungen durch den LVR sorgten dafür, dass die sonstigen betrieblichen Erträge um 42.000 Euro über dem Plan liegen. Beim Materialaufwand wurden mehr Aufwendungen für Catering im Wirtschaftsplan berücksichtigt, als aktuell anfallen. Das mache 62.000 Euro weniger in der Hochrechnung aus. Der hochgerechnete Personalaufwand liegt um 126.000 Euro unter dem Planansatz.

Nicht alle Stellen besetzt

In der Tagespflege schließt die Hochrechnung mit einem Defizit von 5000 Euro ab. Das ist eine Verbesserung um 99.000 Euro. In der ambulanten Pflege liegt der Umsatz um 8000 Euro unter dem Planansatz, da derzeit nicht alle notwendigen Stellenvakanzen nachbesetzt werden können. Das Ergebnis weist in diesem Bereich ein Plus von 81.000 Euro gegenüber einem Planergebnis von minus 11.000 Euro aus.

(se)
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