Gastgeber sichern sich erneut den Turniersieg

Wasserball-Turnier : Gastgeber sichern sich erneut den Turniersieg

Die Entscheidung des Schiedsrichters hat absolute Hoheit. „Diskutiert werden Entscheidungen nicht. Wer das versucht, kann sich sofort anziehen,“ erklärt Lothar Kirschfink, Trainer der ersten Mannschaft der Wasserballabteilung des SV Stolberg, nachdrücklich.

Bei solch klaren Regeln konnte man sich daher beim 27. Wasserballturnier des SSV am vergangenen Wochenende im Hallenbad Glashütter Weiher voll und ganz auf guten Sport und freundschaftliches Miteinander konzentrieren.

Die teilnehmenden acht Herren- und sechs Damenteams reisten aus ganz Deutschland, aus Herford, Kaiserslautern, Dortmund, Bielefeld, Borghorst und Hamburg, sowie, mit dem RISC Brüssel, aus dem angrenzenden Ausland an. Ein Zeichen dafür, welches Ansehen das Stolberger Turnier als letztes Einladungsturnier vor dem neuen Saisonstart genießt.

Einladungsturniere werden regelmäßig vom Ende der Saison zu Beginn der Sommerferien bis zum Start der neuen Saison im November ausgetragen und dienen den Vereinen zur Einschätzung ihres aktuellen Leistungsstandes.

Gastgeberinnen zuerst

Eröffnet wurde die Veranstaltung mit dem Spiel der Stolberger Damen, Gastgeberinnen in einem der größten Turnieren im Freizeitbereich in ganz Deutschland , die als Erste gegen die Düsseldorfer Mannschaft um den Einzug ins Halbfinale kämpften.

Ihnen folgten noch zwei weitere Paarungen, bevor anschließend die Herren ins Turnier einstiegen. Die Stolberger Herren, von denen die 1. Mannschaft in der dritthöchsten Liga Deutschlands, der Oberliga-spielt, mussten sich einer großen Konkurrenz stellen.

Starker Gegner

Mit dem RISC Brüssel, der die Stolberger bei seiner letzten Turnierteilnahme im Jahr 2012, besiegte, sah man sich einem Zweitligisten gegenüber. Und auch der SK Kaiserslautern durfte nicht unterschätzt werden. Viel Gegenwind also für die Gastgeber, die, nach zuletzt drei Turniersiegen, wieder auf eine Endspielteilnahme hofften.

Reichlich Spannung

Konnten Sie ihrer Favoritenrolle gerecht werden? Es sollte spannend werden. Am Samstag wurden zunächst die Erst- und Zweitplatzierten der einzelnen Gruppen ermittelt, die sich damit für die Halbfinals am Sonntag qualifizierten. Die weiteren Teams spielten dann noch um Platz 5. Gespielt wurde, entgegen der normalen Ligaregeln, in zwei statt in vier achtminütigen Spielabschnitten.

Alles Weitere entsprach dem gängigen Regelwerk: Ein Team besteht aus sechs Spielern und einem Torwart, Fouls werden mit Freiwürfen, bei schwereren Verstößen mit 20 Sekunden Sperrzeit geahndet, und ein Angriff dauert maximal 30 Sekunden. Wird bis dahin kein Torwurf erzielt, geht der Ball an die gegnerische Mannschaft. Am Sonntag startete man dann morgens mit den Halbfinals, und am frühen Nachmittag standen die Sieger fest: Bei den Herren konnten sich die Stolberger Gastgeber mit ihrer 1. Mannschaft vor dem RISC Brüssel tatsächlich den Turniersieg sichern, den dritten Platz erreichte das Team aus Herford. Bei den Damen siegte die Mannschaft aus Borghorst, vor den Damen aus Brüssel und Bielefeld. Neben der sportlichen kam bei dem Turnier auch die gesellige Seite nicht zu kurz. Am Samstagabend feierte man gemeinsam im „Alt Stolberg“ die große Wasserballparty, ein Highlight der Veranstaltung.

Übernachten konnten die auswärtigen Sportler in der gegenüber des Hallenbades liegenden Sporthalle, die die Stadt Stolberg großzügig zur Verfügung gestellt hatte und die aufgrund der Flexibilität der Stolberger Handballer, die ihren Spieltermin anpassten, zu diesem Zweck auch genutzt werden konnte.

(abu)
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