Stolberg: Frauen der SG Stolberg chancenlos beim Kreispokal

Stolberg: Frauen der SG Stolberg chancenlos beim Kreispokal

„Nichts ist scheißer als Platz zwei”, sagte Alemannia Aachens Sportdirektor einmal zu seiner aktiven Zeit. Erik Meijer war beim Qualifikationsturnier zum Hallenpokal des Fußballverbands Mittelrhein zwar nicht persönlich anwesend, doch die Spielerinnen der Frauenfußball-Mannschaft von Alemannia Aachen werden ganz sicher an ihn gedacht haben.

Mit 0:2 musste sich der favorisierte Regionalligist im Endspiel dem Lokalrivalen SV Eilendorf geschlagen geben. Den Aachenerinnen blieb nur der zweite Platz - nutzlos, denn nur Platz eins berechtigt zur Teilnahme am Verbandspokal, der am 21. Februar in Kommern ausgespielt wird.

Beide Finalisten hatten zuvor bei der von der SG Stolberg in der Sporthalle des Goethe-Gymnasiums ausgerichteten Endrunde des Kreispokals Werbung für den Frauenfußball gemacht. Insbesondere die Eilendorferin Sabrina Cremer beeindruckte mit einer unnachahmlichen Ballbehandlung und ebnete ihrem Team durch eine überragende Einzelleistung beim 1:0 den Weg zum Finalsieg.

Gedanken ans Finale verschwendete die SG Stolberg hingegen nie. Der Ausrichter hatte sich erst eine Woche zuvor für die Endrunde des Kreispokals qualifiziert und war in einer Gruppe mit Alemannia Aachen, den Landesligisten SCB Laurenzberg und Eintracht Kornelimünster sowie Kreisligist Raspo Brand nur Außenseiter.

„Dabei sein ist alles”, resümierte Trainerin Ute Truwe, die zudem auf drei Leistungsträgerinnen verzichten musste. Ein Punktgewinn gelang nicht, die Stolbergerinnen schieden nach vier Niederlagen in der Gruppenphase aus. „Aber es hat Spaß gemacht. Gegen Aachen haben wir uns gut verkauft und nur 0:2 verloren”, zeigte sich Spielerin Claudia Weber dennoch nicht unzufrieden.

Unabhängig vom sportlichen Abschneiden durfte sich die SG Stolberg über einen gelungenen Abschluss eines regelrechten Turnier-Marathons freuen. Neben der Hallen-Stadtmeisterschaft der Männer richtete der Verein erstmals stadtinterne Wettkämpfe für die Frauen aus, darüber hinaus nutzte man die Gelegenheit, als Gastgeber des Kreispokals einzuspringen. „Ich suche immer händeringend nach Ausrichtern für den Kreispokal”, verdeutlicht Anja Hompesch, 2. Vorsitzende des Vereins und Frauenbeauftragte im Fußballkreis Aachen, nicht viel Konkurrenz bei der Vergabe des Turniers gehabt zu haben. Die Gelegenheit, alle Turniere ohne zusätzlichen organisatorischen Aufwand auszurichten, sei aber sehr günstig gewesen, so Hompesch.

Axel Wirtz, Vorsitzender der Stolberger Sportgemeinschaft, sah die erfolgreiche Gestaltung der Turniere vor allem als Gesamtleistung des fusionierten Vereins: „Man sieht, was seit der Fusion durch den Einsatz aller Helfer möglich ist. Ich kann nur jedem Verein zu einer Fusion raten.”

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