Ausstellung mit Bildern von Ludwig Henkelmann: Fotos mit Qualität und Vielfalt

Ausstellung mit Bildern von Ludwig Henkelmann : Fotos mit Qualität und Vielfalt

Unter großem Interesse ist die Ausstellung mit fotografischen Kunstwerken von Ludwig Henkelmann im Wehebacher Hof eröffnet worden. Fotografien in Farbe und Schwarzweiß werden dort gezeigt.

Die Schau wird noch bis Sonntag, 27. Oktober, gezeigt und beeindruckt mit enormer Vielfalt und mit der Qualität der Fotografien. „Alle meine Motive sind Zufallsfunde“, erklärt Henkelmann die facettenreichen Sujets seiner Bilder. Mit sicherem Blick für faszinierende Motive fängt Henkelmann oftmals zugleich Stimmungen ein.

Ob in Farbe oder in Schwarzweiß – Henkelmann findet ansprechende Perspektiven und seine Fotokunst überzeugt mit hoher Strahlkraft. Manche seiner Bilder sind lediglich mit einem Titel versehen, andere wiederum mit kurzen Texten aus Henkelmanns Feder, so dass die Ausstellung „Ansichten, Einsichten und Aussichten“ im Wehebacher Hof berechtigter Weise mit „Fotografien und Gedanken von Ludwig Henkelmann“ unterschrieben ist.

Formen, Farben, Licht und Schatten sowie die Bildkompositionen der Fotografien üben starke Anziehungskraft aus. Architektonische Motive können verspielten, monumentalen oder auch morbiden Charakter aufweisen. Mauern alter Gebäude erinnern im Bildausschnitt ebenso an informelle Malerei wie etwa die Spuren, die Lkw an einer Autobahnbrücke hinterlassen haben.

Gefunden hat Henkelmann seine Motive nicht nur in unserer Region wie in Aachen, Lüttich und Verviers, sondern auch in Berlin. Gebäude, Autos, Gerätschaften weisen dabei immer wieder Spuren der Zeit auf, und Henkelmann inszeniert in seinen Fotografien die Vergänglichkeit in ästhetischer Art.

Street-Art und Literatur setzt der Fotograf ebenso gekonnt in Szene wie Lost Places und gerne auch Alltägliches, das Henkelmann mit Leichtigkeit zu Kunst erhebt. Die kurzen Texte an einigen Bildern – Henkelmanns Gedanken – verleihen der Ausstellung zusätzliche Tiefe, ohne den Betrachter und Leser mit hoch philosophischem Anspruch zu überfrachten. Stattdessen darf auch geschmunzelt werden, wenn etwa das Werk „Die Ästhetik der Achtlosigkeit“ mit „Zufallsinstallation eines unbekannten Beuysschülers an einer Aachener Baustelle“ untertitelt ist.