Stolberg: Flexibilität beim Bau ist das große Ziel

Stolberg: Flexibilität beim Bau ist das große Ziel

Gegen die Stimmen der CDU beschloss der Stadtrat den geänderten Bebauungsplan für das Neubaugebiet „Brockenberg” im verienfachten Verfahren zu überarbeiten.

Mit der Novellierung werden die starren Vorschriften des aus 1994 stammenden Vorgängers flexibler, um aktuellen Anforderungen von Bauherrn gerecht werden zu können. Seinerzeit war die Bauleitplanung für Eburonen- und Gallierweg noch vor dem Hintergrund von Wohnraummangel aufgestellt worden, während heute eine lockere und weniger in die Höhe reichende Bebauung gefragt ist.

Frage der Dreigeschossigkeit

So werden in der Regel mit der Novellierung des Bebauungsplans bisher zwingend festgesetzte Höhen in maximale abgemildert, zusätzliche Möglichkeiten für Stellplätze auf Grundstücken geschaffen und die Bebauung gelockert.

Die CDU hatte sich gegen eine Mindestbreite von Gebäuden sowie gegen eine mögliche Dreigeschossigkeit in der Mitte des Neubaugebietes ausgesprochen, durch die sie eine Art Inselbildung und Verdichtung befürchtet.

Die Verwaltung argumentierte, dass die Dreigeschossigkeit nicht zwingend, sondern nur ein Angebot sei, das auch den Bau von Altenwohnungen oder einer Eigentumswohnanlage ermöglichen könne.

Im Zweifelsfall habe die Stadt aber eine Mitsprache bei dort entstehenden Objekten, weil ihr die fraglichen Grundstücke gehören würden. Im Übrigen würde die geforderte Änderung eine erneute Berechnung der Ausgleichsmaßnahmen erfordern.

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