Stolberg: Fetzige Salsas und romantische Rumbas

Stolberg: Fetzige Salsas und romantische Rumbas

Feurige Rhythmen, die die Hüften zum Schwingen bringen — dafür steht das kubanische Lebensgefühl. Die Gruppe „Azúcar Blanca“ (weißer Zucker) aus Köln hat im „Piano“ in der Altstadt karibisches Flair verbreitet und mit fetzigen Salsanummern, Chachacha, romantischen Boleros und Rumbas die vielen Gäste aus der Reserve gelockt.

„Du hast zwei Beine, also kannst du tanzen”, hieß es auch im „Piano“. Die iberoamerikanische Lebensfreude riss mit, und so dauerte es nicht lange, bis das erste Paar zu tanzen anfing.

Gisela Leyk überzeugte nicht nur durch den Gesang, sondern griff zu verschiedenen Percussion-Instrumenten und spielte zwischendurch Gitarre. Tilman Zschocke zeigte seine Kunst auf Klavier und Trompete, Philipp Knill auf dem Tenor-Saxofon, Helmut Rohde spielte Bass und Marius Eckstein Percussion (Bongos, Congas, Timbales).

Jeder einzelne bestach mit aufregenden Soli, und im Verbund mit allen zeigten sie eine ungeheure Vielfalt an musikalischen Ausdrucksformen.

Zu den meisten Liedern wie „ La Cachita“, „Chan Chan“, „La Charanga“ oder „Rico Vacilón“, „Quién será“ und „Cielito lindo“ verriet die Leiterin des Ensembles deren Inhalt — und in welcher Lebens- oder Gefühlssituation sie entstanden sind.

Es ging nicht nur um Liebe, Leidenschaft und Schön­heit des Tanzes, sondern auch um den kubanischen Revolutionär Che Guevara. Das Publikum war begeistert und stimmte, wann immer möglich, in den Refrain ein oder schunkelte gar mit.

Nichts war an diesem Abend schöner, als den Alltag komplett hinter sich zu lassen und sich von der herzlichen Mentalität und dem sprühenden Temperament anstecken zu lassen.

(mlo)