Stolberg-Atsch: Fachmarktzentrum: Im Sommer sollen die Bagger kommen

Stolberg-Atsch: Fachmarktzentrum: Im Sommer sollen die Bagger kommen

Wenn alles optimal im Rahmen des Zeitplans verläuft, dann „können wir schon zu Ostern eröffnen“, sagt Dirk Schlun. Wenn das Glück nicht ganz so hold ist, wird es ein paar Wochen später, zeigt sich der Investor für den Atscher Kistenplatz zuversichtlich, dass die Realisierung des Projektes zur Stärkung der Nahversorgung des Stadtteils.

Dazu sollen dann ein Vollsortimenter (Edeka / 1500 m² Verkaufsfläche), ein Getränkemarkt (Trinkgut / 680 m²), ein Discounter (Netto / (800 m²) und ein Drogeriemarkt (dm / 800 m²) beitragen. Der letzte Bauantrag wird jetzt eingereicht; erste Genehmigungen liegen bereits vor. Der Stadtrat soll auf seiner Sitzung im Juli die letzten Änderungen am städtebaulichen Rahmenvertrag absegnen, und dann können im Sommer die Bagger anrücken.

Hat die Einrichtung des neuen Marktes in Atsch schon geplant: Ender Cevik wird ihn betreiben ebenso wie das E-Center in Münsterbusch.

Zuvor wird sich am 13. Juni auf einer Sondersitzung noch einmal der Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr vor Ort ein Bild des Projektes machen, um in erster Linie sich ein Bild der Dimensionen der erforderlichen Veränderungen an der Verkehrsführung von Atsch Dreieck machen.

Der heute bereits stark belastete Knotenpunkt der Landesstraßen 236 und 23 ist eigentlich ausreichend dimensioniert, um die zusätzlich zu erwartende Verkehrsbelastung durch das Fachmarktzentrum zu verkraften, erklärte Verkehrsgutachter Dr. Stefan Sommer jüngst auf der Sitzung des Ausschusses, aber in Absprache mit dem Landesbetrieb Straßenbau wurden die Lösungsvorschläge bereits auf die erheblich wachsende Belastung mit Fertigstellung des Autobahnanschlusses Eilendorf nebst Ortsumleitung L 221n sowie der P+R-Parkpalette am Hauptbahnhof abgestellt.

„Alle denkbaren Möglichkeiten haben wir ein halbes Jahr lang durchgespielt, aber ein Kreisverkehr ist nicht in der Lage, die wachsende Verkehrsbelastung abzuwickeln“, so Dr. Sommer. Für einen Kreisverkehr fehle der erforderliche Platz und er werde auch durch den Landesbetrieb Straßenbau für diese Stelle abgelehnt. An Atsch Dreieck werde der Verkehr um zehn Prozent sowie auf der Sebastianusstraße um weitere 35 Prozent zusätzlich wachsen.

Es bleibt an Dreieck bei einer signalisierten Kreuzung. Lösungsansatz ist eine völlig veränderte Ampelschaltung, eine Aufweitung der Fahrstreifen sowie eine Optimierung der Fahrspuren. So soll die Sebastianusstraße eine eigene Rechtsabbiegespur erhalten. Dadurch entfallen dort etwa acht Stellplätze.

Knapp 50 Parkplätze können durch einen Ausbau des Platzes am Dreieck gewonnen werden, erklärte Projektentwickler Hans-Otto von der Heide. Diesen finanziere der Investor ebenso wie den Umbau des Dreiecks und einen Fußweg zwischen Hamm und Kistenplatz.

Das Fachmarktzentrum selbst wird eine Ausfahrt, im Bereich des heutigen Tores, sowie eine beampelte Zu- und Ausfahrt nahe Dreieck erhalten.

2800 Kunden am Tag

Die Planer kalkulieren pro Tag mit 2800 Kunden, 1500 anfahrende Fahrzeuge bzw. 200 Kfz in der Spitzenstunde. Eine Signalisierung der Ausfahrt sei aber nur mit Blick auf die zusätzliche Verkehrsbelastung der Eisenbahnstraße durch den Autobahnanschluss erforderlich. Für Atsch Dreieck bis zur Schneidmühle ist die Schaltung der Lichtzeichenanlage aber so geplant, dass eine Grüne Welle garantiert werde.

(-jül-)
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