Workshop für Jörg Carabin: Eine Probe mit Dirigent de Haan als Geschenk

Workshop für Jörg Carabin : Eine Probe mit Dirigent de Haan als Geschenk

Ein wohl nicht alltägliches Geschenk hat der Musikverein Hahn seinem Dirigenten Jörg Carabin für dessen großartige Arbeit mit dem Klangkörper gemacht: Einen Workshop mit dem weltbekannten niederländischen Komponisten und Dirigenten Jacob de Haan.

Im St.-Michael-Gymnasium in Monschau, dem „Arbeitsort“, lag mächtig Musik in der Luft. Blasmusik vom Feinsten. Unverkennbar der Sound des großen Künstlers. „Diogenes“ war angesagt, der „Meister“ probte mit dem Musikverein Hahn für dessen Konzert, das am 6. April in der Aula der Gesamtschule in Brand avisiert ist.

Natürlich waren es seine bekannten Hits, die erklingen werden. Der Niederländer Jacob de Haan ist einer der populärsten und meistgespielten Blasmusikkomponisten der Gegenwart. Es gibt kaum ein Konzert, bei dem nicht seine bekannten Stücke das Repertoire bereichern. Seine Blasorchestermusik umfasst überzeugende Konzertwerke in verschiedenen Schwierigkeitsgraden, konzertante Stücke, Lehrmaterial für Anfänger, Unterhaltungsmusik und Märsche. Daneben schrieb er viele Bearbeitungen von Chorälen und klassischen Werken.

Verschiedene Stilarten

Bekannt wurden auch Kompositionen, in denen de Haan verschiedene Stilarten zu einer Filmmusik ähnlichen Atmosphäre kombiniert hat. „Oregon“ ist in dieser Hinsicht sein erfolgreichstes Werk. Zudem hat er Werke unter den Pseudonymen Dizzy Stratford, Ron Sebregts und Tony Jakobsky veröffentlicht. Wer kennt nicht seine Highlights, wahre Ohrwürmer wie „Dakota“, „Crazy Music in the Air“, „Free World Fantasy“, „Oregon“.

In Monschau paukt er dem Musikverein de Hahn unter anderem sein „Diogenes“ ein. Dieses Werk nimmt Bezug auf den griechischen Philosophen Diogenes von Sinope (um 400 vor Christos). De Haan ging engagiert zu Werke, hob den Taktstock, der Klangkörper setzte ein. Stopp! Kurze Anweisungen des Meisters, es ging weiter, weiter, weiter. Das Orchester war begeistert.

Jana Luisa Breuer (Öffentlichkeitsarbeit) sagt, dass der Musikverein sich seit Jahren immer wieder gerne nach Monschau begebe, um sich hier gezielt für große Aufgaben vorzubereiten. Im Musikverein konzertieren mehrere Musikerinnen und Musiker auch aus Stolberg und der Nordeifel.

Mit Begeisterung

„Ja, Jacob de Haan ist seit Jahren längst unser Haus- und Hofkomponist, wir lieben seine Werke, spielen sie mit Begeisterung.“ Es sei aber das erste Mal, dass man diesen bekannten Komponisten „live vor Ort hat“.

Das Gastspiel de Haans resultiere aus der Idee heraus, dem Dirigenten des Orchesters, Jörg Carabin, ein besonderes Geschenk zu machen, als Dankeschön für die geleistete Arbeit, besonders bezüglich der Teilnahme beim großen Wertungsspiel im Sauerland.

Etwas Vergleichbares wie Jacob de Haan habe man bisher noch nie gehabt. „Er ist sicherlich nicht das letzte Mal bei uns“, so Breuer. Und: „Natürlich sind wir alle sehr, sehr aufgeregt.“ Auf der Bühne ging es immer noch mit der Einstudierung von „Diogenes“ zu. Einsatz, Anweisungen, weiter. Pause!

Der sympathische Jakob de Haan nahm sich kurz Zeit, um ein paar Fragen zu beantworten. Einladungen zu Workshops und Probenwochenenden bekomme er „en masse“, aus der ganzen Welt, natürlich überwiegend aus Deutschland und Belgien. „Ich bin bis zum Sommer ausgebucht, ständig unterwegs“, lachte er. Aber jeder Verein, der Interesse bekunde, mit ihm proben zu wollen, könne sich getrost an ihn wenden (www.jacobdehaan.com), er werde sich melden und Bescheid geben, ermuntert er. Häufig sei es auch so, dass er nach den Workshops mit den jeweiligen Orchestern noch gemeinsam ein Konzert spiele.