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Angebot des Rolling-Stones-Clubs für Musikfans: Eine Kneipenrallye hilft Kultur und Gastronomie

Angebot des Rolling-Stones-Clubs für Musikfans : Eine Kneipenrallye hilft Kultur und Gastronomie

Der Rolling-Stones-Club veranstaltet am Mittwoch eine Kneipenrallye mit Livemusik an vier Stationen. Damit wollen die Verantwortlichen „die Lethargie beenden“, Kultur anbieten und die örtliche Gastronomie unterstützen.

Die Corona-Krise hat auch den Rolling-Stones-Club Stolberg/Aachen getroffen. Doch jetzt will der Club „die Lethargie beenden“, unter Coronavirus-Bedingungen Livemusik in die Innenstadt bringen und dabei die Stolberger Gastronomie stärken. „Wir mussten wegen der Pandemie leider viele kleinere Events und auch alle größeren Aktionen für 2020 absagen. Darunter die Clubausfahrt zum Stones-Museum in Lüchow und auch eine Veranstaltung mit Dick Taylor, Gründungsmitglied der Rolling Stones“, bedauert Clubmanager Manni Engelhardt.

Als diplomierter Küchenmeister wisse er sehr wohl, wie enorm die Gastronomie unter der Corona-Krise leide, und „da kam die Idee unseres Stolberger Clubmitglieds Tobias Lehmkühler, eine Kneipenrallye zu machen, wie gerufen“, beschreibt Engelhardt. „So können wir auf die Situation der Gastwirte und der kulturschaffenden Künstler aufmerksam machen, die Gastronomie zugleich unterstützen und den Musikfreunden einige schöne Stunden bieten“, sagt Lehmkühler.

Der Stones-Club sei von jeher eng mit der Gastronomieszene befreundet, betont Engelhardt bei einer öffentlichen Präsidiumssitzung, die regelmäßig in der Büsbacher „Barriere“ stattfindet: „Wir haben den Club in der damaligen ,Mönchsklause’ in Münsterbusch gegründet und haben im Laufe der Jahrzehnte zahlreiche Events in vielen Stolberger Kneipen und Sälen ausgerichtet“, erklärt der Clubmanager. „Mit der Kneipenrallye sorgen unsere Clubmitglieder direkt für Umsatz in vier Stolberger Gastwirtschaften, und indirekt hoffen wir, dass weitere Gäste durch die Livemusik angezogen werden, ein paar nette Stunden mit uns verbringen und dabei die örtlichen Kneipen unterstützen.“

Als Sänger und Gitarrist wird Tobias Lehmkühler das Unterhaltungsprogramm beisteuern – und das nicht alleine. Lehmkühler spielt in mehreren Bands, unter anderem bei „Charlie“, einer Rolling-Stones-Tribut-Band, die zum Beispiel 2019 beim Aachener September Special vor großem Publikum aufgetreten ist. Außerdem ist Lehmkühler oft Gastmusiker bei „The Dirty Work“, der eigenen Tribut-Band des Stones-Clubs mit Bandleader Werner Gorressen.

„Für die Idee der Stolberger Keipenrallye war ich schnell Feuer und Flamme. Jetzt nehme auch ich meine Akustikgitarre mit und spiele mit Tobias zusammen“, sagt Gorressen.„Werner und ich werden Klassiker aus mehreren Jahrzehnten ebenso zum Besten geben wie etwas unbekanntere Perlen der Rolling Stones“, verspricht Tobias Lehmkühler.

Vier Kneipen ab 15 Uhr

Beginnen wird die musikalische Kneipenrallye am Mittwoch, 2. September, um 15 Uhr unter freiem Himmel am „Köpi Bistro“ an der Rathausstraße 1. „Wir haben uns ganz bewusst für die Mitte der Woche entschieden, da die Gastronomen an den Wochenenden mehr Besucher begrüßen, in der Woche aber immer noch unter der Corona-Pandemie leiden“, erläutert Manni Engelhardt.

Die Aktion des Stones-Clubs werde freilich im Sinne der geltenden Corona-Schutzverordnung durchgeführt, hebt der Clubmanager hervor: „Daten der Gäste werden zur eventuellen Kontaktrückverfolgung erfasst, Abstand wird eingehalten, Desinfektionsmittel steht bereit.“ Gegen 16.30 Uhr ziehe der Club zur Gaststätte „Check Point“ an der Rathausstraße 56, wo ebenfalls draußen Livemusik erklingt. Etwa um 18 Uhr steuern Musiker und Stones-Club die Bergstraße 9 an, um „En de Kess“ zu verweilen. „Dort kommen dann Schutzmasken zum Einsatz, bis feste Sitzplätze eingenommen werden“, sagt Engelhardt.

Gegen 19.30 Uhr macht der Club sich auf den Weg zum Alten Markt, wo an der Gaststätte „The Savoy“ wieder unter freiem Himmel Stones-Songs in ansprechender Altstadtatmosphäre erklingen. „Dort ist dann das Ende der Kneipenrallye offen. Wie viele Songs und wie lange wir bei den jeweiligen Stationen spielen, machen wir von den Gästen und der Situation abhängig“, betont Tobias Lehmkühler. „Wir wollen uns nicht aufdrängen oder stören, aber wenn die Stimmung gut ist, und unsere Musik ankommt, spornt uns das natürlich an, und wir hauen mehr Songs raus.“