Auftritt zweier Chöre: Ein würdiges Konzert in St. Markus

Auftritt zweier Chöre : Ein würdiges Konzert in St. Markus

Kaum ein anderes Fest hat Komponisten und Dichter so angeregt wie das Weihnachtsfest. Und so war es nicht verwunderlich, dass das Abschlusskonzert der Weihnachtszeit in St. Markus von achtzehn verschiedenen Komponisten und Arrangeuren getragen wurde.

Dabei richteten die Kirchenchöre St. Cäcilia Büsbach und Mausbach ihr Augenmerk ganz auf die Menschwerdung Gottes aus, der Quelle für die Botschaft des Friedens und der Liebe.

Unter der Gesamtleitung von Franz Körfer entfachte die Chorgemeinschaft ein Feuer, das von Lied zu Lied größer wurde. Mit im „Friedensboot“ saßen Heinz Hilgers (Trompete) und Günter Jansen (Orgel), die mit der Auswahl ihrer Musikstücke die festliche Stimmung der Geburt des Heilands und Friedensstifters untermalten.

Die Zuhörer stimmten die Weihnachtslieder gerne mit an. Ob schlesisch, neapolitanisch oder französisch, die Geburt Jesu in der dunkelsten Zeit des Jahres machte froh und brachte Licht in die Welt.

Die Erwartung des Publikums wurde nicht enttäuscht. Der Chor sang mit erbauender Qualität: Gut und verständlich in der Aussprache, wusste er die notwendigen Phrasierungen richtig umzusetzen. In der Intonation war er sauber und auch die dynamische Gestaltung passte.

Heinz Hilgers begeisterte bei jedem Trompetensolo mit souveräner Technik und Frische. Dank der einfühlsamen Begleitung durch Franz Körfer an der Orgel verströmten die beiden Musiker mit „Trumpet Voluntary Op. 5 Nr.1“ von John Stanley, den drei Sätzen aus der „Wassermusik“ von Georg Friedrich Händel und den Marienliedern „Ave Maria“ (Giulio Caccini) und „Mary’s Boy Child“ (Jester Hairstone) in besonderer Brillanz ihren Glanz.

Zu den Höhepunkten des Chores zählten die Evangeliumslieder „Freude, Freude macht sich breit“ im Satz von Johannes Nitsch, „Gottes grenzenlose Liebe“ von Robert Jones und „In der Nacht von Bethlehem“ von Gordon Schulz. Im letzteren Stück war es Beate Lang, die auf der Sopranblockflöte dem Werk zusätzliche Farbe verlieh, während Günter Jansen den Klavierpart spielte. Auch Maria, der Mutter Gottes, wurden Lieder gewidmet. Sie sei nicht nur ein passives Werkzeug gewesen, so Uli Krott in seiner Ansprache. Seine Ehefrau Martha gefiel mit der Parabel „Was eine Schneeflocke wiegt“. In der lehrreichen Geschichte kommt es auf jede eine einzelne Schneeflocke an und es braucht 3.741.953 Flocken, bis dass der Ast bricht. Übertragen auf den Frieden in der Welt heiße dies, dass jeder Einzelne bei sich anfangen muss, und sei der Schritt noch so klein und der Gedanke vielleicht ein „Nichts“. Denn jeder noch so kleine Schritt helfe, den Weltfrieden zu sichern.

Nach lang anhaltendem Beifall bedankte sich Pfarrer Norbert Bolz für das großartige Instrumental-, Chor- und Mitmach-Konzert, das ein Pendant zum grellen Weihnachtsrummel dargestellt hatte, und hoffte, dass das Geheimnis der Menschwerdung, das Kommen des Herrn, noch lange nachklingen möge. Der Chor bedankte sich mit der Wiederholung des stimmungsvollen, schlesischen Weihnachtsliedes „Schön ist die Erde“.

(mlo)
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