Stolberg: Ein Konzert, das alle Zuhörer berührt

Stolberg : Ein Konzert, das alle Zuhörer berührt

Begeisterung pur mit altbekannten und neueren geistlichen Liedern war am Sonntagnachmittag in der Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt angesagt. Das Projekt, die „Stolberger Kirchenspatzen“ mit weiteren Kindern aus den umliegenden Grundschulen zu verstärken kann somit als gelungen betrachtet werden.

Die Idee dazu hatte Jo Schulte, engagierter Stolberger Musiker, der in den vergangenen Wochen viel Vorarbeit geleistet hat. Erfreulich viele junge Familien mit Kindern waren gekommen, um sich dieses neue geistliche Liedgut des 32 köpfigen Chores anzuhören. Die Stücke waren teils dem neuen Gebetbuch entnommen, teils aus Singspielen von Hella Heizmann und von anderen Begebenheiten.

Unterstützt wurde der Chor von einem großartigen Instrumentalensemble: Johannes Zinner saß am Schlagzeug, Klaus Elbern spielte die Gitarre, Andreas Former den E-Bass und der Chef selbst auf der Geige. Die einzelnen gesungenen Titel wurden musikalisch eindrucksvoll untermalt oder mit Zwischenspielen versehen. Daneben lockerte die Instrumentalmusik das Programm mit „Baschana Haba’a“, einem Klezmerstück von Nurit Hirsch, und dem zur Jahreszeit passende Jazzstandard „Autumn Leaves“ auf.

Die Zupfinstrumente gefielen durch brillante Solopassagen und vor Esprit funkelnden Dialogen. Die Lieder zur Glaubensverkündigung handelten von Gottes Größe, Macht und Kraft, von Freude, Treue, Lob und sogar von Auferstehung. Da wurde vom „Himmel als ein Samenkorn oder buntes Bild“ gesungen, vom „Stein, der ins Wasser fällt und Kreise zieht“, von einem Gebet, wie die Kinder es formulieren. Das Gewinnerlied des Grand Prix Eurovision 1979 hieß „Hallelujah“ und kam aus Israel. Und auch in „St. Mariä Himmelfahrt“ begannen die Kinder das Lied ruhig und steigerten sich von Strophe zu Strophe, bis sie am Ende die himmlischen Sphären erreichten.

In Schulmessen sehr beliebt, ist das peppige Lied „Hauptsache, es funkt“ und Zuversicht äußerte sich in „Wenn die Armen, was sie haben, noch verteilen“, einem chilenischen Lied vom Weltgebetstag der Frauen 2011. Das Publikum war immer wieder fasziniert von den durchweg fröhlich und beschwingt wirkenden Darbietungen der Kinder, aus deren Reihen auch die neun choreigenen Solisten und Solistinnen kamen. Das Kinderkonzert berührte und zeigte, dass neue geistliche Lieder ansprechend sind und in Liturgien durchaus ihre Berechtigung haben.

(mlo)
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