Stolberg: Ein Jubiläumsabend voller Virtuosität

Stolberg: Ein Jubiläumsabend voller Virtuosität

„60 Jahre und kein bisschen leiser” war am Samstag das Motto des Jubiläumskonzerts, bei dem sich das Erste Stolberger Akkordeon-Orchester „Harmonia” selbst ein Ständchen nach Maß gab.

Gut 350 Gäste waren in das Münsterbuscher Jugendheim geströmt, um den Klängen der Kupferstädter Musiker zu lauschen und einen abwechslungsreichen Abend voller Virtuosität zu erleben, den das 1950 von Friedrich Götz gegründete Orchester präsentierte.

Den Anfang machten die jüngsten Mitglieder des Vereins. Mit Stücken wie dem feurigen „Caramba” oder dem „Schokoladenlied” stimmten die „Harmonia-Kiddys” gekonnt auf den weiteren Verlauf des Konzerts ein. Darauf übernahm das Orchester unter der Leitung von Carlo Plaum zunächst mit Fritz Doblers „Keniade” und brachte sogleich vielfältige musikalische Ausdrucksformen des Akkordeons zu Gehör. Zu afrikanischen Rhythmen entführten die Musiker das Publikum auf eine reizvolle wie spannende Safari nach Kenia, bei der „Harmonia” von Beginn an seine spielerische Qualität offenbarte. Ein Medley aus Andrew Lloyd Webbers „Starlight Express” im Arrangement von Hans-Günther Kölz bot anschließend sowohl romantische Töne als auch dramatische Elemente sowie flotte Dynamik.

Facettenreiches Programm

Unter der musikalischen Leitung von Elke Hoffmann-Kittel führte das Ensemble von „Harmonia” das facettenreiche Programm mit „Habanera” von Eduardas Balsys (Arrangement: Antanas Gradeckas) fort. Die „kleine” Formation des Orchesters begeisterte weiterhin mit dem „Tango Nostalgie” von Andrej Mouline und mit Werken wie dem französischen Herbst-Chanson „Les Feuilles Mortes” oder dem berühmten Musette-Walzer „Indiffrence”.

Bevor das Orchester wieder in das musikalische Geschehen eingriff, gehörte die Bühne zwischenzeitlich dem „Duo Coccolare”, das seit fünf Jahren aus Carlo Plaum und Tim Hundscheid besteht. Im Akkordeonduett intonierten sie virtuos „La Boda de Luis Alonso” von Jerónimo Giménez und mit den „Impresiones Espanolas” und der „Polka des Marins” zwei Eigenkompositionen Plaums.

Den Höhepunkt des Abends stellten im Anschluss Jacob de Haans „La Storia”, arrangiert von Foppe Jacobi, und die „Accordeon Ballade” von Carlo Plaum dar. Denn das Erste Stolberger Akkordeon-Orchester hatte zur Feier des 60-jährigen Bestehens seine ehemaligen Mitglieder eingeladen, dem Konzert nicht nur beizuwohnen, sondern es auch mitzugestalten. So glänzten insgesamt mehr als 40 Musiker auf der großen Bühne des Jugendheims.

Nachdem die derzeit Aktiven von „Harmonia” noch John Miles´ „Music” sowie „Die Schöne und das Biest” brillant musikalisch in Szene gesetzt hatten, stellte als Zugabe die „Frische Brise” von Adolf Götz den beschwingten Schlusspunkt eines beeindruckenden Jubiläumskonzertes in Münsterbusch dar.

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