Stolberg: Ein Geschenk für alle Freunde der Stones

Stolberg : Ein Geschenk für alle Freunde der Stones

Es ist ein Konzert zu Ehren eines der Gründerväter des Clubs, eine Hommage an die Kupferstadt und ein Geschenk an die Freunde der bekanntesten und wohl dienstältesten Rhythm-and-Blues-Band der Welt: Der Rolling-Stones-Club Stolberg/Aachen lädt zu einem Ehrenkonzert für den 2017 gestorbenen Helmut Johr ein, bei dem die clubeigene Band „The Dirty Work“ in der Gaststätte „En de Kess“ bei freiem Eintritt spielt.

Unvergessene Songs wie „Paint it black“, „Jumpin‘ Jack Flash“ und „Sympathy for the Devil“ erklingen am Samstag, 24. März, ab 20 Uhr „stripped“, also mit Cajon und Bongos statt Schlagzeug und auch mit akustischen Instrumenten.

Zur Musik bewegen

Unterstützt wird die Band „The Dirty Work“ von Gastmusiker Tobias „Tobs“ Lehmkühler, und auch wenn der Eintritt frei ist, seien die Musikfreunde gut beraten, sich vor dem Ehrenkonzert anzumelden (siehe Infokasten), erklärt Clubmanager Manni Engelhardt, der das Event moderieren wird: „Damit genügend Platz vorhanden ist, um sich zur Musik zu bewegen, haben wir die Saalkapazität auf 140 Personen begrenzt. Wer sich ankündigt, ist daher auf der sicheren Seite.“

Balladen

Zum „Abrocken“ würden Hits der Rolling Stones wie „Honky Tonk Woman“ oder „Start me up“ einladen, beschreibt Werner Gorressen, Bandleader von „The Dirty Work“ das Programm. „Aber im Gedenken an Helmut Johr werden wir auch viele Balladen in unser Programm einstreuen“, verweist Gorressen auf getragene Lieder wie „Waiting on a Friend“ und „As Tears go by“.

Johr war sowohl ein Freund, als auch ein Mann der ersten Stunde, erläutert Engelhardt: „Unser Club hat sich 1994 in Stolberg anlässlich der ,Voodoo-Lounge‘-Welttournee der Stones gegründet. Unser erstes Clublokal war Helmut Johrs ,Mönchsklause‘ in Münsterbusch, und Helmut war Gründungsmitglied, zunächst Geschäftsführer des Clubs und später Präsidiumsmitglied bis zu seiner schweren Krankheit.“

2012 ernannte der Rolling-Stones-Club Johr zum Ehrenmitglied auf Lebenszeit. Im Gründungsjahr, als Johr Geschäftsführer war, zählte der Club 25 Mitglieder, getreu dem Motto „Time is on my Side“ sind es heute mehr als 500 weltweit.

Das Ehrenkonzert für Johr sei zugleich ein Bekenntnis zur Gründungsstadt Stolberg, betont Engelhardt: „In der Kupferstadt haben wir uns gegründet. In Stolberg fühlen wir uns wohl, und den Namen Stolberg tragen wir als mittlerweile internationaler Stones-Club in die Welt hinaus“, sagt der Clubmanager.

Regelmäßige offene Präsidiumstreffen in Kupferstädter Gaststätten und zahlreiche Konzerte in Stolberg belegen, wie heimisch der Rolling-Stones-Club sich nach wie vor an der Vicht fühlt.

Grund genug für Bürgermeister Tim Grüttemeier, die Schirmherrschaft über das Ehrenkonzert zu übernehmen. „Die Identifizierung des Clubs mit unserer Stadt ist großartig. Hinzu kommt, dass die Ehrenamtler des Stones-Clubs sich immer wieder für den guten Zweck engagieren. So kommt einiges zusammen, was seitens der Verwaltung absolut unterstützungswürdig ist“, lobt Bürgermeister Grüttemeier.

Mit dem anstehenden Konzert von „The Dirty Work“ würde der Club zudem einmal mehr einen für die Stolberger kostenlosen Beitrag zur Kupferstädter Kulturlandschaft leisten.

Ehrensache

Für den Club und die Band eine Ehrensache, wie Engelhardt betont. „Schließlich wirken wir in keinster Weise gewinnorientiert.“ So werde das Ehrenkonzert des Stones-Clubs bei freiem Eintritt eine Menge bieten, verspricht Gorressen von „The Dirty Work“: „Wir haben mehr als 30 Songs vorbereitet. Darunter sind unsere Interpretationen von bekannten Stones-Klassikern und auch Titel, die man nicht ständig hört.“ Das klingt jetzt schon, als wäre bei dem Event des Clubs wieder „Satisfaction“ garantiert für Freunde und Fans der Rolling Stones. Mehr Infos gibt es unter www.stones-club-aachen.de.

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