Ein bewegtes Leben zum Mitlesen

Elke Haut stellt ihr Buch vor : Ein bewegtes Leben zum Mitlesen

Ihr Leben ist sehr bewegt gewesen und ist es immer noch. Mit ihrem zweiten autobiografischen Buch „Düsseldorfer Erinnerungen“ lässt die Stolberger Autorin Elke Haut die Leser daran teilhaben. Grundlagen für die kurzweilige Lektüre sind reichlich vorhanden, denn hinter dem Schriftstellerinnen-Pseudonym Elke Haut steckt Elke Koch.

Geboren in Stettin, ist sie in Berlin aufgewachsen, das bald zur geteilten Stadt werden sollte. Dann zog ihre Familie nach Düsseldorf, und Elke Koch absolvierte von dort aus ihr Grafik-Studium in Krefeld. 1962 begann sie in Stolberg zu arbeiten – in der Grafik- und Werbeabteilung von Mäurer und Wirtz.

Ihr Chef war seinerzeit der Stolberger Maler, Bildhauer und Grafiker Hermann Koch und wurde bald ihr Ehemann. Und ihr Lehrer, denn Elke Koch begann ihre zweite Laufbahn als Künstlerin. Hermann Koch bildete sie aus, und Elke Koch machte sich in der Szene einen Namen als Aquarellmalerin. Die dritte Laufbahn folgte, als ihr 1997 verstorbener Mann in den Ruhestand ging. Elke Koch hörte auf, als Grafikerin zu arbeiten, und begann stattdessen im alter von 45 Jahren die Ausbildung zur Heilpraktikerin.

Als freischaffende Malerin und selbstständige Heilpraktikerin war sie dann fast drei Jahrzehnte tätig, bevor Elke Koch zu Elke Haut wurde und ihre inzwischen vierte Laufbahn anging. Vor rund dreieinhalb Jahren begann sie zu schreiben und hat seitdem mehrere Bücher veröffentlicht. Zwei große Romane hat Elke Haut herausgebracht sowie eine Sammlung von Kurzgeschichten und eine weitere liegt derzeit bei einem Verlag. Mit den „Berliner Erinnerungen“ legte sie ihr erstes autobiografisches Werk vor, dem jetzt die „Düsseldorfer Erinnerungen“ folgen.

Unterschrieben ist das aktuelle Buch mit „Eine Liebe am Rhein“. Es ist die Liebe zwischen „Anna“, hinter der sich die Autorin selbst verbirgt, und „Teddy“. „,Teddys' wirklicher Name wird nicht verraten“, sagt Elke Haut und erzählt eine rührende Episode: „Als im vergangenen in der Stolberger Stadtbücherei die Lesung zu meinen ,Berliner Erinnerungen' stattfand, da entdeckte ich ,Teddy' unter den Zuhörern.“ Sicher wird „Teddy“ auch wieder den Weg vom Rhein in Düsseldorf an die Vicht in Stolberg finden, wenn die Stadtbücherei am Dienstag, 24. September, um 19 Uhr zur Lesung der „Düsseldorfer Erinnerungen“ einlädt.

„Wir stehen in telefonischem Kontakt, und er hat mir beim Schreiben geholfen, indem er manche Erinnerung aufgefrischt hat“, erklärt die Autorin, die fleißig weiterschreibt. Noch in 2019 wird ihr nächstes Buch, „Der Rummelplatzkater vom Öcher Bend“, erscheinen. Und in den „Düsseldorfer Erinnerungen“ gibt es eine Passage auf Seite 166, die aufhorchen lässt: „Als sie wieder in Düsseldorf waren, wusste Anna, dass sie sich richtig entschieden hatte. Sie würde in wenigen Wochen mit den Eltern nach Eschweiler ziehen und im angrenzenden Stolberg ihre neue Stelle als Grafikerin antreten.“

Dieses Zitat ist der deutliche Hinweis auf den dritten Teil des autobiografischen Zyklus' von Elke Haut. Denn die „Stolberger Erinnerungen“ seien bereits in Arbeit, versichert die Schriftstellerin, und würden wahrscheinlich noch in diesem Jahr erscheinen. Dann können Kupferstädter Leser in Hauts nächsten Erinnerungen sicherlich viele Schauplätze wiedererkennen und vielleicht auch entschlüsseln, wer sich hinter der ein oder anderen handelnden Person verbirgt.

(dim)
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