Eifel- und Heimatverein: Ein nicht alltäglicher Besuch aus Fernost

Chinesische Delegation beim Eifel- und Heimatverein : Ein nicht alltäglicher Besuch aus Fernost

Ende November erhielt der Eifel- und Heimatverein Breinig einen für Stolberger Vereine wohl nicht alltäglichen Besuch. Eine siebenköpfige Delegation chinesischer Umweltfachleute aus der Provinz Shanxi besuchte in Begleitung von Thomas Terstappen von der Bezirksregierung Köln das vom Verein betreute Informationszentrum Naturschutzgebiet Schlangenberg.

Vorausgegangen war eine Besichtigung der Bleihütte Berzelius. Der Vorsitzende des Eifel- und Heimatvereins Breinig gab zunächst einen ausführlichen Überblick über die frühen geologischen Abläufe, die Entdeckung und Ausbeutung der Erzlagerstätten durch Kelten und Römer und die zunehmend industrielle Ausbeutung und Verarbeitung der Erze ab dem 15./16. Jahrhundert bis zum Ende des 19. Jahrhunderts.

Die Besucher konnten sich dann in der Ausstellung die spezielle Flora und Fauna ansehen, die sich durch Anpassung an die giftigen Metalle im Boden einmalig in dieser Gegend entwickelt haben. Alle gezeigten Bilder wurden fleißig abfotografiert.

Besonders begeistert waren jedoch alle von dem wunderschönen Galmeiveilchen. Die Gäste waren sehr darüber verwundert, dass es auch hier bei uns in Stolberg vor 2.000 Jahren mit den Römern schon eine hoch entwickelte Kultur gab, die in ihren Häusern, wie zum Beispiel in der sogenannten „römischen Knappensiedlung“ am Breinigerberg nachgewiesen, eine Fußbodenheizung hatten.

Es war von großem Vorteil, dass die Gruppe von einem chinesischen Dolmetscher mit Germanistikstudium begleitet wurde, der in der Lage war auch komplexe chemische und technische Zusammenhänge zu übersetzen.

Der Vorsitzende Heinrich Rüttgers und seine Frau, Wanderwartin Ingrid Rüttgers, freuten sich dann noch sehr über die in chinesischer Sprache ins Gästebuch eingetragenen Grüße mit passender Widmung zu einem Naturschutzgebiet. Der Dolmetscher lieferte dann gleich die deutsche Übersetzung. Dafür war Heinrich Rüttgers gerne bereit, der Delegation einen der Bestseller aus der Reihe der Breiniger Heimatblätter, nämlich den Band zwölf „Das Naturschutzgebiet Schlangenberg“, als Gastgeschenk zu überreichen.

Zum Abschluss erfolgte noch eine kurze Exkursion in das nahe liegende Naturschutzgebiet, wo den Gästen anschaulich anhand der dort noch reichlich vorhandenen Pingen die frühe Erzförderung erklärt werden konnte.