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Gebäudeautomation: Effizienter und komfortabler Betrieb von Gebäuden

Gebäudeautomation : Effizienter und komfortabler Betrieb von Gebäuden

Seit 2015 setzt sich die Stadt Stolberg mit dem Thema Gebäudeautomation auseinander und hat mittlerweile bereits 13 Liegenschaften angebunden. Weitere sind in Planung. Zum einen ist es der Kupferstadt dadurch möglich, Geld zu sparen, zum anderen, Störquellen schneller auszumachen.

Wie warm ist es im Ratssaal? Wie viel Wasser wird in der Vichter Mehrzweckhalle verbraucht? Und in welchen Räumen ist im Ritzefeld-Gymnasium die Lüftung angeschaltet? Antworten auf diese Fragen kann Norbert Ströhmeier-Wilk geben. Seit 2015 setzt sich die Stadt Stolberg mit dem Thema Gebäudeautomation auseinander. Was man darunter versteht? Gebäude­automation ist die automatische Steuerung, Regelung, Überwachung und Optimierung der Technischen Gebäudeausrüstung. Die Gebäude­automation integriert beispielsweise Heizung, Lüftung, Klima, Beleuchtung, Verschattung und andere Gebäude-Technik ins Gesamt­system. Ziel der Gebäude­automation ist der effiziente, sichere und komfortable Betrieb des Gebäudes.

Seit 2015 arbeitet auch die Stadt Stolberg mit der Gebäude­automation. Damals waren sechs Liegenschaften aufgeschaltet, die 162 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Energiekosten in Höhe von 160.000 Euro pro Jahr verursachten. 2017 wurden in den sechs Liegenschaften 119 Kilowattstunden pro Quadratmeter verursacht. Das macht Energiekosten von insgesamt 120.000 Euro und damit eine Ersparnis von 40.000 Euro pro Jahr.

11.000 Datenpunkte

Die Zahlen für 2018 liegen derzeit noch nicht vor, sagt Stolbergs Erster und Technischer Beigeordneter Tobias Röhm. Mittlerweile sind 13 große Gebäude mit insgesamt 11.000 Datenpunkten aufgeschaltet. Dazu gehören unter anderem die beiden Gymnasien, die Mehrzweckhalle in Vicht, fast alle Standorte der beiden Gesamtschulen, der Neubau der Kita in Mausbach und auch die Sporthalle Glashütter Weiher, der Zinkhütter Hof und natürlich das Rathaus.

Nicht nur die Tatsache, dass auf diese Weise Geld gespart werden kann, überzeugt Norbert Ströhmeier-Wilk. Man kann vom Rathaus aus eingreifen. Störmeldungen ploppen auf seinem Rechner auf. So hat er die Möglichkeit, auch aus dem Homeoffice oder am Wochenende zu reagieren. Die Hausmeister der verschiedenen Gebäude sind zudem mit Rechnern oder Notebooks ausgerüstet und betreuen ebenfalls das technische Netzwerk. Die Aufgabe der Hausmeister: Sie kümmern sich unter anderem darum, dass die Heizung und Belüftung in den Sporthallen entsprechend angepasst wird. Denn: Trainieren Fußballer oder Handballer, herrscht eine andere Temperatur, als wenn Yoga statt­findet oder Kinder trainieren.

Bislang 13 Liegenschaften

2015 hat die Verwaltung ein Handbuch zu dem Umgang mit der Automation geschrieben. Dieses soll stetig weiterentwickelt werden. Bei den 13 Liegenschaften soll es allerdings in Zukunft nicht bleiben. In Planung ist, die beiden neuen Kitas an der Spinnereistraße und Stadtrandsiedlung sowie das Hallenbad ebenfalls anzugliedern.