Stolberg: Drei Hindernisläufe sollen Sportler nach Stolberg locken

Stolberg: Drei Hindernisläufe sollen Sportler nach Stolberg locken

Es wird matschig und nass rund um die Stolberger Burg und in der Altstadt. Grund dafür ist allerdings nicht das Wetter, sondern eine neue Veranstaltung, die — laut Verwaltung und Organisatorenteam — in der gesamten Region einmalig sein soll: der StolRun. Was sich dahinter verbirgt? Ein sieben Kilometer langer Extremlauf — zwölf verschiedene Hindernisse inklusive.

Für die Teilnehmer bedeutet das allerdings nicht nur laufen, klettern, tauchen und rutschen. Vielmehr sollen sie die Stadt auch auf eine neue Art entdecken.

Begonnen haben die Überlegungen mit dem Tourismuskonzept, das die Verwaltung 2015 ausarbeitete. Die drei Themenschwerpunkte lauteten StolRun, StolBike und StolBurg. Am Sonntag, 2. September, soll der erste StolRun stattfinden und ist in drei Läufe unterteilt. Schließlich sollen nicht nur Sportler, sondern auch Familien mit der Veranstaltung angesprochen werden.

Los geht es an diesem Tag um 10 Uhr mit der sogenannten Kids Round. Auf einer Gesamtlänge von zwei Kilometern können kleine Sportler zwischen acht und zwölf Jahren starten. Insgesamt sechs Hindernisse gilt es bei diesem Lauf zu überwinden. Selbstverständlich sind an jedem Hindernis unterstützende Hände, um — wenn nötig — zu helfen.

Ebenfalls zwei Kilometer lang und ausgerüstet mit sechs Hindernissen ist der zweite Lauf, die sogenannte Family Round, die gegen 11 Uhr starten soll. „Uns war es wichtig, etwas anzubieten, an dem die ganze Familie teilnehmen kann“, so Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier. Bereits an zahlreichen Läufen in der Städteregion habe sich die Stolberger Verwaltung in den vergangenen Jahren beteiligt.

So kam die Idee auf, auch in Stolberg einen Lauf ins Leben zu rufen. Das Ziel, das die Stolberger Verwaltung mit dem Konzept erreichen wollte: „Wir wollten Stolberg bekannter machen. So können die Teilnehmer schöne Stellen der Stadt entdecken und noch einmal wieder kommen, wenn es weniger anstrengend ist“, so Grüttemeier weiter.

Extreme Steigungen

Der Stolberger Verwaltungschef will als gutes Beispiel vorangehen und ebenfalls am 2. September an den Start gehen — allerdings beim Hauptlauf. Dieser soll unter dem Titel Coppermens Hell stattfinden und um 12.30 Uhr starten. Was die Teilnehmer dann erwartet? Eine sieben Kilometer lange Strecke gespickt mit zwölf Hindernissen und drei extremen Steigungen.

Unter anderem müssen die Sportler über den Boden einer Matsch-Area robben und in ein Eisbecken springen. „Das Ziel ist es nicht, sauber anzukommen, sondern Spaß zu haben“, sagt Stolbergs Erster Beigeordneter Robert Voigtsberger, der ebenfalls am Lauf teilnehmen wird.

Start des Hauptlaufs ist vor dem Rathaus. Dann geht es durch die Altstadt, hinauf zur Burg, vorbei am jüdischen Friedhof und durch die Gehlens Kull und wieder zurück zum Stolberger Rathaus. Dort erwartet die Besucher dann ein kleines Rahmenprogramm, bei dem auch für das leibliche Wohl gesorgt wird.

Damit die Teilnehmer nach dem Lauf auch schnell wieder in saubere Sachen reinschlüpfen und nach der Veranstaltung noch ein wenig in der Stadt verweilen können, sorgt die Verwaltung dafür, dass Umkleiden und Duschen zur Verfügung stehen, so Tim Grüttemeier.

Das Konzept scheint aufzugehen: Die Anmeldungen für den StolRun können sich bereits nach wenigen Tagen sehen lassen. Innerhalb der ersten drei Tage meldeten sich 60 Teilnehmer an.

Luft nach oben gebe es genug. „Wenn 2000 Menschen teilnehmen würden, würden wir uns freuen“, sagt Stefan Hanrath, dessen Agentur die Veranstaltung organisiert. Das Starterfeld könne alle 15 Minuten beliebig erweitert werden, so Hanrath weiter.

Eine Eintagsfliege soll die Veranstaltung übrigens nicht sein. Die Stolberger Verwaltung will daraus vielmehr eine neue Tradition machen.

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