Stolberg-Büsbach: Dorfkirmes komplett in Eigenregie auf die Beine gestellt

Stolberg-Büsbach: Dorfkirmes komplett in Eigenregie auf die Beine gestellt

Ihr 391. Patronatsfest hat die St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Büsbach mit einer Heiligen Messe und der Hubertus-Kirmes gefeiert. Die Büsbacher Schützen veranstalten die gemütliche Dorfkirmes komplett in Eigenregie, und auch wenn die derzeit laufende bauliche Maßnahme am Bürgerhaus den Marktplatz an der Konrad-Adenauer-Straße momentan ein wenig verkleinert, ist es der Bruderschaft gelungen, eine ansehnliche Dorfkirmes auf die Beine zu stellen.

„Es wird allerdings leider immer schwieriger, Schausteller für eine kleine Dorfkirmes zu gewinnen“, beschrieb der 1. Brudermeister Heinz Offermann. „Wir Büsbacher Schützen können uns zum Glück auf einen Schausteller verlassen, der uns seit Jahren treu ist und gleich drei Geschäfte mitbringt.“ Doch bei diesen drei Geschäften ist es nicht geblieben. Eine Bude lud zum Pfeilwurf auf Luftballons ein, das Kinderkarussell drehte sich zur Freude der kleinen Besucher, bei der „Lustigen Angelei“ lockten viele bunte Preise, ein Geschäft verführte mit Süßigkeiten ,und eine große Schießbude fand sich auf dem Büsbacher Markt. Der Betreiber letzterer Bude brauchte sich übrigens keine Sorgen machen, dass die Büsbacher Hubertus-Schützen ihn „um Haus und Hof schießen“.

Die Mitglieder der Bruderschaft hatten mit der Kirmes alle Hände voll zu tun, zumal sie am Sonntag eine gesellige Cafeteria im Bürgerhaus ausrichteten. Und an beiden Tagen von Patronatsfest und Hubertus-Kirmes eine Premiere feierten, die mit Arbeit verbunden war: Erstmal betrieb die Bruderschaft eine eigene Bude bei der Kirmes. So gab es nicht nur eine Schießbude, sondern auch eine Schützenbude, und deren Angebot konnte sich mit dem von professionellen Schaustellern durchaus messen — nur nicht preislich, denn die Büsbacher Schützen verkauften Fritten und Riesenbockwurst sowie Cola, Limo und Wasser zu je einem Euro.

Der selbstgemachte Glühwein oder die Flasche Bier kosteten nur 1,50 Euro, drei hausgemachte Reibekuchen zwei Euro — alles nahe am Selbstkostenpreis. „Wir wollen als Verein ja nichts daran verdienen, sondern den Bürgern Büsbachs und der Umgebung etwas bieten“, sagte Offermann. Um die Hubertus-Kirmes organisieren und vor allem mit dem eigenen Stand und der Cafeteria parallel zum Patronatsfest auch umsetzen zu können, seien gut 20 Aktive schichtweise im Einsatz gewesen.

„Die Mitglieder engagieren sich bereitwillig und die Teamarbeit ist sehr gut. Es macht wirklich Spaß zu sehen, dass die St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Büsbach im Aufwind ist“, freute sich Offermann. Während am Samstag der Hubertus-Kirmes der eigene Stand der Schützen gut frequentiert war, ging es an den Geschäften der Schausteller noch eher ruhig zu. Ein anderes Bild bot dann der Sonntag mit einer vor allem am Nachmittag insgesamt belebteren Kirmes.

Ganz zufrieden

„Wir können zufrieden sein, und ich bin ganz sicher, dass es in Büsbach weiterhin die Hubertus-Kirmes geben wird“, war Offermanns Fazit. „Im nächsten Jahr haben wir wieder mehr Platz auf dem Markt und versuchen, einen Autoscooter zu bekommen und die Kirmes mit dem Freitag wieder über drei Tage auszurichten. Wenn das nicht gelingt möchten wir das Angebot um ein oder zwei Geschäfte erweitern“, erklärte der Brudermeister der Büsbacher Schützenbruderschaft.

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