Proklamation: Dirk I. ist neuer Prinz der KV „De Vennkatze“

Proklamation : Dirk I. ist neuer Prinz der KV „De Vennkatze“

Wie wird es in diesem Jahr sein? Wird es einen Prinzen oder vielleicht doch wieder ein Dreigestirn geben? Knisternde Spannung lag in der Luft, als die mit 600 Karnevalisten völlig ausverkaufte Sitzung des Karnevalsvereins (KV) De Vennkatze im Festzelt am Bürgerhaus am Freitagabend auf ihren Höhepunkt zusteuerte – die bis dahin geheime Proklamation des Prinzen.

Denn wie es seit dem Jahr 1957 in Venwegen Tradition ist, unterlag die Bekanntgabe bis zu diesem Zeitpunkt der strengsten Geheimhaltung.

Als Präsident Norbert Breuer nach der Pause endlich das Geheimnis lüftete, richteten sich alle Augen auf den Zelteingang und unter großem Jubel zog das neue Dreigestirn Prinz Dirk I. (Adrian) gemeinsam mit seinem Bauern Kalle (Karl-Heinz Breuer), seiner Lieblichkeit Jungfrau Michi (Michael Köppen) sowie ihrem brasilianischen Gefolge in das brodelnde Festzelt ein.

Nach einem ausgiebigen Bad in der Menge erreichten sie schließlich die Bühne, wo ihnen vom Präsidenten ihre Insignien überreicht wurden: Jungfrau Michi der Spiegel, Bauer Kalle die Schlüssel und Prinz Dirk das Zepter. Dann übernahm der neue Narrenherrscher das Wort. Er war voller Begeisterung über die fantastische Stimmung im Saal und bedankte sich mit den Worten: „Einmal Prinz zu sein in Venwegen – dass dieser Traum 2019 in Erfüllung geht, dafür danke ich euch“ bei seinem Narrenvolk.

Zum diesjährigen Motto „Mit Fastellovend em Bloot, der Vennkatz fiert am Zuckerhot“ hat den Prinzen ein Besuch des berühmten Karnevals im brasilianischen Rio de Janeiro inspiriert, „dessen Zusammenspiel von Musik, Tanz, Kostümen und Lebensfreude mich nicht wieder losgelassen hat“, bekannte Prinz Dirk. Mit dem neuen Sessionslied und einem anschließenden Medley aus südamerikanischen Klängen rockte das neue Dreigestirn dann sowohl Saal als auch Bühne.

Dass die Stimmung bereits beim Einzug des neuen Dreigestirns grandios war, war nicht zuletzt dem Programm vor der Pause zu verdanken. Denn bereits von Beginn an ging es mit Volldampf los. Zur Eröffnung tanzte erst einmal das neue kleine Mariechen Lea (Keller), das mit ihrem diesjährigen Sessionstanz zu überzeugen wusste, gefolgt von den kleinsten Vereinsmitgliedern, den Vennkätzchen, die ihren Tanz unter großem Jubel präsentierten und der Jugendgarde, die sich ihren tosenden Applaus redlich verdienten.

Mit frenetischem Applaus verabschiedet wurde in diesem Sitzungsteil auch das Dreigestirn des Vorjahres Prinz Luke I. (Breuer) mit seiner Deftigkeit Bauer Daniel (Koch) und der Jungfrau Tina (Tim Maier). Ergänzt wurde der erste Programmteil durch den Zauberer „Schmitz Backes“, der das Publikum gekonnt zum Lachen und Staunen brachte, den Stimmenimitator „Mister Tomm“, der die Jecken vor Begeisterung laut mitsingen ließ, und die aus der Nähe von Kerkrade stammende Gesangsgruppe „Jod Jeck“, die mit ihren farbenfrohen Kostümen, ihren bemerkenswerten Kopfbedeckungen, aber vor allem mit ihrer tollen Musik den Zeltboden zum Beben brachten.

Auch nach der Proklamation wartete das Programm noch mit einigen Höhepunkten auf. Mariechen Maike (Schwarz) präsentierte zu Ehren des neuen Dreigestirns einen furiosen Tanz und die 19 Tänzerinnen der Showtanzgruppe der Vennkatze zeigten sich in so heißem Dschungelfieber, dass es niemanden auf den Plätzen hielt und sie ohne Zugabe nicht von der Bühne gelassen wurden.

Weitere tolle Showacts waren auch der aus dem Fernsehen bekannte „Mann und seine plappernde rechte Hand“, Bauchredner Klaus mit Willi. Willis freches Mundwerk und die witzigen Pointen trieben den Jecken die Lachtränen in die Augen. Die aus Bonn angereiste Brassband „Druckluft“ wurde ihrem Namen mehr als gerecht und verwandelte den Saal in einen wahren Druckluftkessel.

Für die Musik auf der Bühne und im Saal sorgten die Heinz Hilgers Combo und die DJS Rolf und Manfred Zimmermann. Endgültig zum Schmelztiegel wurde das Zelt jedoch beim großen Finale, bei dem man tatsächlich im Hintergrund die Puppen tanzen ließ, während sich die Bühne in einen virtuellen Marktplatz verwandelte, auf dem sich jung und alt ein Stelldichein gaben und über gemeinsam präsentierten Tanz, Gesang und Akrobatik eine Brücke zwischen den Generationen schlugen.

Mit dem von allen Akteuren auf der Bühne gemeinsam gesungenen Bläck Fööss Song „En unsrem Veddel“, dass den tollen Zusammenhalt symbolisieren sollte, und den voller Inbrunst an das tolle Publikum gerichteten Schlussworten von Norbert Breuer „Ihr seid ein super geiles Publikum“ , stürzte man sich in bester Stimmung in die anschließende Aftershowparty, die erst in den frühen Morgenstunden ein Ende fand.

Toll für alle Anwesenden war, dass die gesamte Sitzung auf eine Großleinwand über der Bühne und auf eine Wand im Bürgerhaus übertragen wurde. Eine super Idee!