Stolberg: „Dilettanten“ schrauben die Einbruchsquote in die Höhe

Stolberg: „Dilettanten“ schrauben die Einbruchsquote in die Höhe

Das Polizeipräsidium Aachen hat am Donnerstag eine vorläufige Jahresbilanz in Sachen Wohnungseinbrüche in der Städteregion präsentiert. In Stolberg weist die Statistik einen drastischen Zuwachs auf, der indes stark differenziert betrachtet werden muss.

Im Vergleichszeitraum von November 2013 bis November dieses Jahres ist die absolute Zahl der Wohnungseinbrüche von 220 auf 305 gestiegen, erörtert der Leiter der Kriminaldetektion, Ulrich Flocken. Das ergibt einen relativen Zuwachs von rund 39 Prozent. Besonders betroffen sind die Orte Münsterbuch, Donnerberg und Atsch. Maßgeblich beteiligt an diesem starken Anstieg im Raum Stolberg ist nach Polizeiangaben ein Einzeltäter oder eine bestimmte Gruppe gewesen.

Zwischen September und November wurden 80 meist „dilettantische“ Einbruchsversuche verzeichnet. Auch diese werden statistisch als Einbrüche geführt. Nur eine einstellige Zahl der Versuche führte zu einem vollendeten Einbruch samt Beute.

Die Aufklärungsquote der Wohnungseinbrüche liegt in der vorläufigen Bilanz bei gut zwölf Prozent, so Flocken. „Die Quote wird vermutlich noch steigen“, ergänzte der Leiter der Kriminaldetektion hinsichtlich einer noch nicht abgeschlossenen Ermittlungsaktion. Diese befasst sich laut Flocken mit vier Tatverdächtigen im Alter von 16 bis 19 Jahren, die mit 41 Einbrüchen — 16 Wohnungs- und 25 Geschäftseinbrüche — in Verbindung gebracht werden.

(cro)
Mehr von Aachener Nachrichten