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Gemeinschaftssitzung in der Stadthalle Stolberg: Die Wenkbülle vom Donnerberg und die KG Mölle feiern zusammen

Gemeinschaftssitzung in der Stadthalle Stolberg : Die Wenkbülle vom Donnerberg und die KG Mölle feiern zusammen

Mit vereinten Kräften haben sie Muckern und Miesmachern Paroli geboten – und das zum inzwischen vierten Mal: Wenn die Wenkbülle vom Donnerberg und ihre Kameraden von der KG Mölle sich zu einer humoristischen Streitmacht verbinden, dann hat schlechte Laune nicht mehr die geringste Chance.

So geschehen in der Stadthalle Stolberg, in der die beiden Vereine Hunderte von treuen Anhängern zur Gemeinschaftssitzung hinter sich scharten.

Als Stärke dieses glanzvollen Narrenfestes stellte sich bald ein Alleinstellungsmerkmal heraus: Vieles, aber nicht alles erledigen die Gastgeber mit eigenen Kräften. Da kann es schon mal passieren, dass ein Block von rund einer Stunde ohne Längen gestaltet werden kann und kein einziges Nichtmitglied mit aufmarschiert – wobei die Donnerberger Trompetenbläser unter Leitung von Rolf Brück, die zu Beginn Wenkbülle und Jecke der KG Mölle in den Saal geleiteten, einfach mit dazu zählen.

Karneval: Ganz oder gar nicht

Unter der Moderation der Präsidenten und Stimmungskanonen Manfred Essmajor (Mölle) und Carsten Nellißen (Wenkbülle) zogen nicht nur die Tanzpaare und -garden der beiden Gesellschaften, sondern auch ein fast unübersehbar großer Tross von Mundschenken, Zeremonienmeistern und anderem närrischen Personal auf der Bühne ein.

Karneval – das gibt es für die Organisatoren nur im „Ganz oder gar nicht“-Format. Und darum zeigten nicht nur die Tanzpaare Verena Keulen/Steffen Förster (Wenkbülle) und Jessica Fiedler/Maurice Stoll (Mölle) ihre ganze Kunst – sondern ebenso das Tanzmariechen Christina Wittland von den Lokalmatadoren in Mühle.

Rheinischer Pop und Rock

Auch darüber hinaus hatten die Programmmacher dafür gesorgt, dass der Spannungsbogen nicht so bald abbrach. Nach dem Auftritt der Eefelkank aus dem benachbarten Eschweiler stürmten „De Fetzer“ aus Neuss die Bühne, um ihr Publikum mit rheinischem Pop und Rock einzuheizen. Auf ihre Weise gelang das „Engel Hettwich“ alias Hedwig Sieberichs aus Schwalmtak, die ihre Zuhörer bis zum sicheren Ablachen mit einem Gang nach dem anderen traktierte.

Mutterwitz und heiße Rhythmen bestimmten auch weiterhin die Abfolge der Auftritte. Dabei schickten die Wenkbülle ihre Showtanzgruppe ins Rennen, derweil für die Karnevalisten aus Mühle ihre Garde alle Ehren einlegte. Nothberger Fanfaren und die Gruppe „Puddelrüh“ rundeten das jecke Panoptikum ab.

Verständlich, dass allen Besuchern und Mitwirkenden der Abschied von der Stadthalle danach sehr, sehr schwerfiel.