Die Kupferstadt in Büsbach ist ausverkauft

Auf dem Brockenberg: Die Kupferstadt ist ausverkauft rund um „Ribbecks Garten“

Ausverkauft ist die Kupferstadt im Gebiet des Bebauungsplans Nr. 68 „Brockenberg“. Die letzten beiden ihrer insgesamt 25 Grundstücke am Eburonen- und Gallierweg sollen am Dienstag im Hauptausschuss an den Mann gebracht werden.

Das sieht zumindest die Verkaufsempfehlung von Bürgermeister Tim Grüttemeier für die beiden nahe dem Kelmesberg liegenden Flurstücke vor. Weitere noch nicht bebaute Parzellen befinden sich in Privateigentum.

Im September 2005 hatte die Erschließung des derzeit letzten großen Neubaugebietes in Büsbach begonnen. 21.000 Quadratmeter reines Bauland wurden in dem insgesamt 5,7 Hektar großen Areal entwickelt. Rund 20 Jahre hatte die Planungsphase und schwierige Umlegung, die in zwei Etappen erfolgte, in Anspruch genommen. Anfangs lief die Vermarktung schleppend, aber während der vergangenen vier Jahre gewann der Grundstücksverkauf deutlich an Schwung.

Am Donnerstag hat der Vergabeausschuss nun auch die Planung für den Endausbau der Erschließung bei einem Ingenieurbüro in Auftrag gegeben. Ebenfalls beauftragt wurde die Komplettierung von „Ribbecks Garten“ rund um den in zwei Etappen ausgebauten Spielplatz. Etwa 4200 Quadratmeter umfassst das Gelände, das mit einem arten- und sortenreichen Angebot von circa 350 Wild- und Edelobstgehölzen bepflanzt werden soll.

Grünflächenplaner Bernhard Frings hatte sich bei seinem Entwurf an der Charakteristik der Voreifellandschaft und den früher landwirtschaftlich und industriell genutzten Naturschutzgebieten Brockenberg und Rüst orientiert. Gestaltet werden soll ein eher ortsübliches Landschaftsbild: eine etwas geordnetere Streu- und Wildobstwiese, die von barrierefreien Wegen durchzogen wird. Sitz- und Ruhemöglichkeiten – altersgerecht und barrierefrei – sowie interessante Objekte sollen zum Verweilen einladen.

Das höher gelegene nördliche Entree soll durch ein „Hopfentor“ gebildet werden, die zudem die Zufahrt unerwünschter Fahrzeuge unterbinden helfen soll. Der Weg bergab führt durch den „Prummehuck“, die Pflaumenecke, und wird von Sitzgelegenheit und Slackline gesäumt. Am Eingang eines weiteren Wegs soll eine „Gefühlsdusche“ stehen: eine Holzkonstruktion mit unterschiedlich dicken Seilen und Ketten. „Kirschstückchen“, „Filzkirschen“ und Holunder im Westen sowie Quitten im Osten säumen ein eher freies Gelände, das neben einer Sitzgelegenheit Raum lassen soll für alle möglichen Nutzungen. Von dort führt die Grünanlage oberhalb des Spielplatzes durch eine Anlage mit sortenweise gruppierten Sträuchern von Beeren. Unterhalb des Spielplatz-Karussells lockt ein Aussichtspunkt mit Sonnenblumen und Holunder. Darunter ist ein Birnengarten vorgesehen, in dessen Mitte ein eingesenktes, gemauertes Sitzrondell sowie eine hölzerne Wellenliege angedacht sind.

Berbertizen, Wildrosen, Ölweiden und Schlehen bilden den Abschluss zur Fahrbahn hin, während ein „Wildgarten“ auf die Ecke zum Gallierweg gepflanzt werden soll. Wildobstsorten sollen die nördliche Ecke des unteren Weges zum Spielplatz zieren.

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