Stolberg: Die KG Fidele Zunfthäre und die aktuellen Karnevalsschlager

Stolberg: Die KG Fidele Zunfthäre und die aktuellen Karnevalsschlager

Es ist eine Premiere in Form eines geselligen wie klangvollen Abends gewesen — und gewissermaßen auch eine „närrische Völkerverständigung“: Erstmals hat die KG Fidele Zunfthäre zum Einsingen der neuen Zunftorgel in die Gaststätte „Weißes Rößl“ eingeladen.

Hinter der Zunftorgel verbirgt sich ein Heftchen mit Liedtexten, das die KG bereits zum vierten Mal herausbringt. Diesmal mit den Karnevalsschlagern der aktuellen Session.

Und jetzt erfolgte im Jubiläumsjahr der Fidelen Zunfthäre — die KG feiert ihr 8 x 11-jähriges Bestehen — zum ersten Mal ein gemeinsames Einsingen der Lieder, die voraussichtlich zu den Hits der fünften Jahreszeit werden.

Wobei Robert Walz, Vorsitzender der KG Fidele Zunfthäre, betonte, das Einsingen der Zunftorgel habe losgelöst vom Jubiläum des Vereins stattgefunden: „Denn es soll keine einmalige Aktion sein, sondern wir wollen ab jetzt jedes Jahr dazu einladen.

Das Einsingen der Zunftorgel hat das Zeug dazu, eine schöne neue Kupferstädter Tradition zu werden“, meinte Walz. Und tatsächlich war die Premiere für die singenden Karnevalisten eine „Liebe auf den ersten Blick“, wie das aktuelle Lied der „Paveier“ heißt, das im „Weißen Rößl“ angestimmt wurde.

Titel ist Programm

Bei Songs wie „Mer fiere et Levve“ von „Cat Ballou“ war der Titel Programm, und am Ende des Abends waren die Jecken sich mit Marita Köllner einig: „Dat wor en schöne Zick“.

Mit „internationaler“ Beteiligung, denn die Fidelen Zunfthäre wurden von Sonja Essers, Redakteurin unserer Zeitung und eigentlich ein Eischwiele Mädchen, bei Moderation und Gesang unterstützt. Essers singt seit zwölf Jahren bei der nicht nur aus dem Karneval bekannten Big Band „Die Original Eschweiler“.

Regelrecht prädestiniert

Der Gastauftritt bei den Zunfthäre habe sie aber nicht in einen Interessens- oder Gewissenskonflikt gestürzt, betonte Essers. „Karneval ist Karneval — egal ob in Stolberg oder in Eschweiler“, sagte die Sängerin, bevor sie Lieder von den „Bläck Fööss“, von „Kasalla“, „Brings“, „Miljö“, „Kempes Feinest“, „Kuhl un de Gang“ und „Rockemariechen“ anstimmte.

Außerdem sei sie regelrecht prädestiniert dazu, die jecke „Völkerverständigung“ zwischen Stolberg und Eschweiler voranzutreiben, verriet Essers ihren Zuhörern: „Schließlich bin ich eine halbe Stolbergerin, denn mein Vater stammt aus der Kupferstadt.“ Dementsprechend wohl fühlte sie sich in der Stolberger Altstadt, wo die Gäste der Fidelen Zunfthäre ihr mit dem Lied der „Klüngelköpp“ zuriefen: „Bella Ciao!“

(dim)
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